Eine Schneise der Verwüstung

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Momentaufnahme: Diese Grafik des Wetterdienstes zeigt den Weg der Schauerzellen durch den Landkreis. Die Ringe markieren ihre Intensität - von violett (besonders stark) über rot und gelb bis grün (weniger stark). Die Gemeinden im Westen hatten Glück, dass sich die Zellen erst über Rosenheim und Riedering entluden.

Rosenheim/Riedering - Das Unwetter kündigte sich den Verantwortlichen am frühen Mittwochnachmittag an. Über Baden-Württemberg war der Sturm nach Bayern gezogen, gegen 14.45 Uhr wütete er im Tölzer Land.

Erstaunlicherweise machte er, wie die Wetterdaten belegen, über dem Landkreis Miesbach und dem westlichen Landkreis Rosenheim eine kurze Pause.

"Ab dem Stadtgebiet Rosenheim ging es dann voll los", bestätigt auch Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer - wobei dort am heftigsten die südlichen Stadtteile getroffen wurden. Über Thansau zog das Unwetter weiter nach Riedering und von dort nach Prien. Ruhsamer: "Der Streifen war nur zirka fünf Kilometer breit. Aber da drin hat man gedacht, die Welt geht unter."

15 Minuten dauerte die von den Fachleuten erste Welle genannte Unwetterphase. Gegen 19.30 Uhr kam noch eine zweite Welle, wobei die nur mit starken Regenfällen einherging.

Die Folgen des Unwetters wirken sich auch auf den hiesigen Terminkalender aus. Die "Lange Nacht des Waldes", die heute Abend eigentlich in Rosenheim hätte stattfinden sollen, wurde abgesagt. Und auch der morgige "Tag der offenen Gartentür", der sich heuer ausgerechnet Gärten rund um den Simssee widmet, ist vom Unwetter betroffen. Drei der fünf ausgewählten Gärten sind weitgehend zerstört. Betroffen sind die Gärten von Johanna Niedermaier in Riedering, Marlies Hausstätter in Petzgersdorf bei Riedering sowie das "Lebensfeld" Jaksch in Wurmsdorf bei Riedering. Auch das Weidenhaus des Obst- und Gartenbauvereins Hirnsberg-Pietzing auf dem Kranzbichl wurde in Mitleidenschaft gezogen.

zip/Oberbayerisches Volksblatt

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