Tod nach Schlägerei in Passau

Obduktionsergebnis: 15-Jähriger erstickte an seinem Blut

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Blick in die Fußgängerpassage, in der bei einer Schlägerei unter Jugendlichen ein 15-Jähriger getötet wurde.
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Passau - Das Drama in Passau hat Entsetzen ausgelöst. Nach einer Schlägerei unter jungen Leuten ist ein 15-Jähriger gestorben. Die Obduktion ergab nun, dass er keines natürlichen Todes starb.

Update 9 Uhr: Obduktionsergebnis liegt vor

Bei einer Schlägerei in Passau ist Montagabend der 15-jährige Maurice K. getötet worden. Wie die PNP und Bild nun übereinstimmend berichten, ergab die Obduktion seines Leichnams nun, dass er an "Aspiration von Blut" (Blut in Atemwege eingedrungen) gestorben ist. Laut Angaben von Oberstaatsanwalt Walter Feiler gegenüber der PNP starb Maurice K. keines natürlichen Todes. Auch eine Vorerkrankung liege nicht vor. Der 15-Jährige habe Faustschläge gegen Kopf und Oberkörper erlitten und sei in den Schwitzkasten genommen worden, sagte Oberstaatsanwalt Walter Feiler. Waffen oder Fußtritte seien nicht im Spiel gewesen.

Der Tod des 15-Jährigen hatte in Bayern für Erschütterung und Entsetzen gesorgt. Er war bei der Schlägerei am Montagabend zu Boden gegangen und wenig später in einer Passauer Klinik gestorben. Was den Streit ausgelöst hat, ist noch nicht bekannt. Es soll aber zunächst laut Polizei zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen sein. Augenzeugen sahen dann offenbar, wie Maurice geschlagen und in den Schwitzkasten genommen wurde, sie schlugen Alarm.

Gegen vier der mutmaßlichen Täter (15, 16, 21, 25) wurde Haftbefehl, gegen einen weiteren mutmaßlichen Täter (14) Unterbringungsbefehl erlassen. Die Polizei ermittelt inzwischen wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Laut Polizei waren bei der Schlägerei "rund 20 Personen anwesend"; beim Eintreffen der Einsatzkräfte entfernten diese sich jedoch. Es werde aber geprüft, ob sie etwa wegen Zurufen auch als Beteiligte an der Schlägerei eingestuft werden oder sich etwa unterlassener Hilfeleistung schuldig gemacht haben könnten. 

Die Ermittler suchen nun dringend nach Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben. Insbesondere bat die Polizei eine Dame mit Hund - vermutlich einem Mops - sich zu melden, sie soll das Geschehen beobachtet haben.

Vorbericht

Nach dem Tod eines 15-Jährigen bei einer Schlägerei in Passau wird mit Spannung das Obduktionsergebnis erwartet. Die Rechtsmedizin in München hat den Leichnam untersucht, an diesem Mittwoch will die Polizei über das Ergebnis informieren.

Bislang ist völlig unklar, ob der Jugendliche an den Folgen von Gewalt starb oder ob er möglicherweise unerwartet einer Krankheit erlag.

Der Tod des 15-Jährigen hatte in der niederbayerischen Stadt für Erschütterung und Entsetzen gesorgt. Er war bei der Schlägerei am Montagabend zu Boden gegangen und wenig später in einer Passauer Klinik gestorben. Nach der Auseinandersetzung wurden nach Polizeiangaben sechs junge Leute im Alter zwischen 14 und 25 Jahren festgenommen.

Laut Polizei eskalierte ein zunächst verbaler Streit. Insgesamt waren rund 20 Personen bei der Schlägerei anwesend. Eine Passantin rief die Polizei. Als die Beamten eintrafen, verschwanden die Beteiligten. Mit einem größeren Aufgebot an Landes- und Bundespolizisten wurden die sechs Verdächtigen gefasst. Das Opfer stammt aus dem Landkreis Passau, bei den Tatverdächtigen handelt es sich um deutsche, polnische und tunesische Staatsangehörige.

Die Tat ereignete sich in der Passauer Innenstadt bei einer Einkaufspassage. Laut einem Streetworker des Jugendamtes handelt es sich dabei um einen bei jungen Leuten beliebten Treffpunkt. Die Ermittler suchen nun dringend nach Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben. Insbesondere bat die Polizei eine Dame mit Hund - vermutlich einem Mops - sich zu melden, sie soll das Geschehen beobachtet haben.

dpa

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