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Reise-Karawane zieht wieder Richtung Süden

Einreisekontrollen nach Österreich führen zu Staus an Grenzübergängen in der Region

Auch stichprobenartige Einreisekontrollen bremsten die Urlauber-Karawane Richtung Süden am Walserberg erst mal aus.
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Auch stichprobenartige Einreisekontrollen bremsten die Urlauber-Karawane Richtung Süden am Walserberg erst mal aus.

Die erste Pfingstreise nach Corona ist am Freitag in Richtung Süden gestartet, auch wenn dort das Wetter auch nicht sehr viel besser sein soll.

Salzburg/Kufstein/Kiefersfelden - Die Einreisekontrollen nach Österreich führten bereits am Freitag zu langen Staus, die Anfahrtszeit zum Walserberg betrug zum Teil über eine Stunde, auch wenn die Polizei zum Großteil nur Stichprobenartig kontrollierte. Die Urlauber waren gut informiert und entsprechend vorbereitet, Österreich-Urlauber hatten alle notwendigen Nachweise parat, aber auch Durchreisende mit Ziel Kroatien oder Italien hatten einen negativen Corona-Test dabei, weil sie diesen ja für die Einreise im Zielland und das Einchecken in ihr Hotel brauchen.

Bereits am Freitag sind auch zahlreiche Bayern ins Auto gestiegen, nach über einem Jahr „Urlaub daheim“ zog es doch viele Richtung Süden, meistens wurde Kroatien, aber auch Italien genannt. Auffallend viele Wohnmobile, aber auch Wohnwagen oder zumindest ein Anhänger mit Quad oder gefühlt zehn Fahrrädern rollten so am Freitagnachmittag auf der bundesdeutschen A8 von Rosenheim kommend zu den beiden großen Grenzübergängen Kufstein/Kiefersfelden Richtung Brenner und Walserberg Richtung Villach. Am Walserberg wurde zweispurig abgefertigt, schon zwei Kilometer vor der eigentlichen Kontrolle wurde die zweite Spur über die eigentliche Lkw-Spur hinter dem Zollgebäude vorbeigeleitet.

„Wohin fahren Sie?“ ist die Einstiegsfrage bei einer Einreisekontrolle, bei Ziel Österreich werden Test- oder Impfnachweise, sowie die „Pre-Travel-Clearance“ gecheckt.

An der Kontrollstelle selbst wurden die meisten Fahrzeuge durch gewunken, nur ungefähr jeder Zehnte wurde von der Polizei im Auftrag der Gesundheitsbehörden stichprobenartig gefragt „Wohin reisen Sie?“. „Nach St. Gilgen zu einem SUP-Race“, antwortete einer und zog gleich alle Testnachweise und die Einreise-Registrierungen („Pre Travel Challenge“) für sich und die Insassen hervor. Ein kurzer Check des Beamten und mit einem „Danke, Gute Reise“ ging’s weiter.

Die meisten wollten aber nur durchreisen und wussten auch hier, dass sie keine Testnachweise oder eine Registrierung brauchen. Wichtig sei hier, dass die Einreise zum Beispiel nach Italien möglich sei, „man muss also die Ausreise aus Österreich glaubhaft machen indem man zum Beispiel eine Buchungsbestätigung herzeigt“, erklärt Major Thomas Schwaiger, bei der Polizei Salzburg zuständig für die Einreisekontrollen, fälschlich auch oft als Grenzkontrollen bezeichnet.

Major Thomas Schwaiger von der Salzburger Polizei erklärt, dass eine lückenlose Kontrolle im Auftrag der Gesundheitsbehörden nicht möglich sei „wenn es unverhältnismäßig ist, also ein zu langer Stau entsteht“. 

Auch wenn nur Stichprobenartig kontrolliert wurde, selbst hier müssen die Beamten vorgelegten Dokumenten und Nachweisen mehr oder weniger glauben, „die Beamten sind mittlerweile seit Monaten im Einsatz und haben ein geschultes Auge“, so Schwaiger.

Landeshauptmann fordert Ende der Einreise-Registrierung

Trotz der ersten Reisewelle nach Corona will die Polizei den gesetzlichen Kontrollauftrag im Auftrag des Gesundheitsministeriums lückenlos durchführen, „wenn sich jedoch unverhältnismäßige Staus bilden werden wir das Ganze etwas auflockern“, so Schwaiger. Einreisende, die unvorbereitet an die Grenze kommen und zurückgeschickt werden müssen gibt es kaum noch. Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer kann den Sinn der Online-Einreise-Registrierung (PTC) indes nicht mehr erkennen, „das ist nicht nachvollziehbar warum diese Online-Registrierung noch sinnvoll ist wo sich doch alle Gäste in Hotels oder Restaurants registrieren lassen müssen daher gehört das abgeschafft“, so Haslauer gegenüber dem österreichischen Fernsehsender ATV. Ihm ist aber auch die gültige, neue Sperrstunde von 22 Uhr schon ein Dorn im Auge, Festspiele wie derzeit die Pfingstfestspiele würden darunter leiden.

Am Samstagvormittag zeigte sich an den Grenzen das gleiche Bild, 45 Minuten Anfahrtszeit zu den Kontrollen am Walserberg, wobei hier viele „Ortskundige“ wieder über die B20 und den Grenzübergang Saalbrücke zwischen Freilassing und Salzburg auswichen und auch hier wieder im Stau standen, gemeinsam mit Salzburgern, die ihren Wocheneinkauf wieder in den globalen Einkaufsländern in Freilassing erledigt hatten.

hud

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