Initiative gegen Missbrauch und Ausgrenzung

Eklat in katholischer Kirche: Pfarrer wirft Anhängerinnen von "Maria 2.0" aus Gottesdienst 

  • schließen

Landkreis Schweinfurt - Zu einem Eklat kam es bei einem Vorabendgottesdienst zu Maria Himmelfahrt in der katholischen Kirche in Forst. Der Pfarrer warf Anhängerinnen der Initiative "Maria 2.0" aus der Kirche. 

Am Mittwochabend sollte in der katholischen Kirche in Forst im Landkreis Schweinfurt ein traditioneller Vorabendgottesdienst zu Maria Himmelfahrt gefeiert werden. Doch die Aktion einer Gruppierung der Frauenbewegung "Maria 2.0" sorgte für großes Aufsehen und unerwartete Reaktionen des Pfarrers.

Mitstreiterinnen der Aktion "Maria 2.0" hatten am Mittwochabend in der katholischen Kirche in Forst während des Gottesdienstes einer Marienstatue einen weißen Schal, ein Erkennungszeichen der Initiative, umgelegt, berichtet der Bayerische Rundfunk. Daraufhin sei es zu einer Meinungsverschiedenheit zwischen den Anhängerinnen und dem Pfarrer gekommen. Mit dem Worten "Raus hier, Sie haben hier nichts zu suchen!" soll der Pfarrer die Mitstreiterinnen aus den heiligen Hallen geworfen haben. 

Pfarrer zerknüllt Manuskript

Wie Gabi Gressel, Vorsitzende des örtlichen Katholischen Frauenbundes, dem BR erzählt, hätte der Pfarrer ihr Manuskript, welches sie vorgetragen hatte, aus der Hand gerissen und zerknüllt. Nach dem Rauswurf hätten einige Kirchenbesucher dann die Kirche verlassen, die Frauen vom Katholischen Frauenbund seien geblieben. Der Gottesdienst wurde daraufhin beendet. 

Die Initiative "Maria 2.02 wendet sich gegen Missbrauch und die Ausgrenzung von Frauen in der Kirche. Sie fordert eine umfangreiche Aufklärung der sexuellen Missbrauchsvorwürfe und die Aufhebung des Pflichtzölibats. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT