Vorwürfe gegen Sekte

Kinder gezüchtigt: "Zwölf Stämme" wehrt sich

Ansbach/Nürnberg - Mitglieder der Sekte "Zwölf Stämme" sollen ihre Kinder auf brutale Art gezüchtigt haben. Das Sorgerecht wurde ihnen entzogen, das wollen sie aber nicht einsehen.

Vier Elternpaare hätten gegen die Entscheidung des Amtsgerichts Ansbach Beschwerde eingelegt, teilte Amtsgerichtsdirektorin Gudrun Lehnberger am Donnerstag mit. Die Polizei hatte im September wegen Prügelvorwürfen 40 Kinder aus den Gemeinschaften der „Zwölf Stämme“ in Deiningen und in Wörnitz geholt, 39 Kinder befinden sich noch bei Pflegefamilien. Die Sekte hatte mehrfach eingeräumt, dass sie ihre Kinder züchtigt. Dies hatte zuletzt auch ein RTL-Fernsehreporter dokumentiert. Der Großteil der Verfahren wird beim Amtsgericht in Nördlingen geführt, dort hat der Familienrichter bislang nicht entschieden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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