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"Meinungsfreiheit beschnitten"

Empörung über Kündigung bei Legoland

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Die Personalpolitik von Legoland Günzburg ist schon seit längerem in der Kritik.

Günzburg - Die Kündigung eines Betriebsrates bei Legoland hat bei der Gewerkschaft IG Metall Empörung ausgelöst: Seine Meinungsfreiheit werde beschnitten, hieß es.

Auf einer Delegiertenversammlung der Gewerkschaft IG Metall hat die Kündigung von Nikolaus Lauter, Ex-Betriebsratsvorsitzender von Legoland Günzburg, großen Unmut ausgelöst. Der aktive Gewerkschafter Lauter hatte sich im Namen der Mitarbeiter für die Entlohnung nach festen Tarifen stark gemacht und sich dabei auch an die Presse gewandt. Kurz darauf war ihm gekündigt worden.

IG Metall: "Grundgesetz gilt auch in Legoland"

Die Delegierten der Versammlung haben darauf mit einer Resolution reagiert, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Das Schreiben an die Geschäftsführung von Legoland setzt sich dafür ein, dass der Betriebsratsvorsitzende weiter Beschäftigter des Freizeitparks bleibt. Denn Lauter habe lediglich sein Recht auf Meinungs- und Redefreiheit ausgeübt: „Unsere Gesellschaft lebt auch von unterschiedlichen Auffassungen und Meinungen – dies hat auch und gerade in Betrieben zu gelten“, heißt es in der Erklärung der IG-Metall-Delegiertenversammlung vom Montag. Schließlich ende das deutsche Grundgesetz nicht am Eingang von Legoland.

Im März soll das Arbeitsgericht Neu-Ulm über die Kündigung entscheiden, deren sofortige Zurücknahme die Gewerkschafter fordern.

Hintergrund: Ein Brief an den Lego-Chef

Im Namen der Mitarbeiter hatte der Betriebsrat des Freizeitparks Legoland Günzburg beim Geschäftsführer Hans Aksel Pedersen Tarifverträge gefordert. Lange Arbeitszeiten an Wochenend- und Feiertagen sowie niedrige Stundenlöhne sollten damit eingedämmt werden. Da dieser die Forderung ablehnte, hatte der Betriebsrat sich mit Hilfe der Gewerkschaft „Nahrung-Genuss-Gaststätten“  an den Hauptaktionär der Firma Lego gerichtet: In einem offenen Brief beklagten die Mitarbeiter Sorgen um ihr Auskommen und drohende finanzielle Unsicherheit im Rentenalter. Eine Antwort von Lego-Chef Kjeld Kirk Kristiansen ist bislang nicht bekannt.

est

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