Erbschaftsstreit Grund für 3,5 Kilo-Sprengsatz?

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Der Garten, in dem der Sprengstoff gefunden wurde, liegt nahe an der Hauptstraße durch Sondermoning (zur größeren Ansicht hier klicken)

Nußdorf - Langsam kommt mehr Licht ins Dunkel: Der festgenommene 75-Jährige soll mit seiner Familie über die Aufteilung eines geerbten Hofs gestritten haben - er fühlte sich offenbar zu kurz gekommen!

Nach dem Bombenfund in Sondermoning ermittelt die Polizei nun wegen versuchten Mordes. Doch was könnte der Hintergrund für die vermutete Tat sein? Wie bild.de heute berichtet, habe es in der Familie des 75-Jährigen seit Jahren einen Erbschaftsstreit gegeben: Das Anwesen des Bauernhofs sei unter den sechs Kindern aufgeteilt worden, einem Sohn und fünf Töchtern zwischen 32 und 48 Jahren. Doch der Tatverdächtige habe offenbar mehr wollen, trotz des lebenslangen Wohnrechts.

Bürgermeister Hans Gnadl bestätigte gegenüber bild.de, dass der mutmaßliche Bombenleger vor etwa einem halben Jahr bei ihm im Rathaus vorstellig geworden sei. Die Freiflächen seien ungerecht aufgeteilt worden, was der 75-Jährige so nicht akzeptieren wollte. Gnadl habe ihm ein Gespräch zusammen mit der Familie angeboten - doch jetzt sei er offensichtlich völlig durchgedreht, so der Bürgermeister.

War also der Erbschaftsstreit der Grund, warum der 75-Jährige seinen 32-jährigen Sohn umbringen wollte? Aufgrund seiner Vergangenheit wäre es ihm zuzutrauen, denn laut LKA ist er kein unbeschriebenes Blatt. Er soll in den 1990er Jahren ein und dieselbe Sparkasse in München gleich dreimal überfallen haben. Nach seiner Verurteilung im Jahr 1999 soll er vor knapp sieben Jahren wieder aus dem Gefängnis entlassen worden sein.

Sondereinsatz: TNT bei Gartenarbeit entdeckt

3,5 Kilo Sprengstoff in Sondermoninger Garten

xe

Quelle: chiemgau24.de

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