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Suchte bereits früher Kontakt zu Mädchen und Jungen

Gab sich als 15-Jähriger aus: Mann aus Kreis Erding soll Teenie (13) zu Nacktaufnahmen verleitet haben

Nach umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Erding und des Zentrums zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg befindet sich ein 58-Jähriger aus dem Landkreis Erding seit dem 10. Juni in Untersuchungshaft.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Landkreis Erding - Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, über den Messenger-Dienst WhatsApp unter Vorspiegelung, er sei erst 15 Jahre alt, ein 13-jähriges Mädchen dazu gebracht zu haben, an insgesamt neun Tagen im Sommer 2020 Nacktaufnahmen von sich zu fertigen und an den Beschuldigten zu senden. Der Beschuldigte soll dabei massiven Druck auf die Geschädigte aufgebaut und unter anderem auch damit gedroht haben, sich selbst umzubringen, wenn das Mädchen keine Bilder schicken würde.

Der Beschuldigte hatte bereits in der Vergangenheit über das Internet den Kontakt zu Mädchen und Jungen gesucht. Er wurde deshalb zuletzt vom Landgericht Würzburg im Jahr 2015 zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren 10 Monaten verurteilt, die er bis Oktober 2017 verbüßte. Die Ermittlungen haben ihren Anfang in einer im April 2021 im Auftrag des ZKI von den Ermittlern der Kriminalpolizeiinspektion Erding durchgeführten Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten genommen. Ein Social-Media-Anbieter hatte zuvor gemeldet, dass der Beschuldigte dessen Dienst im März 2021 zum Hochladen eines kinderpornografischen Bildes genutzt haben soll. Diese Durchsuchung führte zur Sicherstellung zahlreicher EDV-Geräte und Speichermedien. Bei der unverzüglich durchgeführten ersten Auswertung konnte die Kommunikation mit dem 13-jährigen Mädchen entdeckt werden. Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Bamberg ordnete daraufhin wegen Wiederholungsgefahr die Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten an.

Die gemeinsamen Ermittlungen von KPI Erding und ZKI wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern in neun Fällen und der Verbreitung kinderpornografischer Inhalte, insbesondere auch zur Identifizierung möglicher weiterer Geschädigter dauern an. Weitere Einzelheiten zum Stand des Ermittlungsverfahrens können derzeit nicht mitgeteilt werden. Seit dem 1. Januar 2015 besteht bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg die Zentralstelle Cybercrime Bayern. Diese Zentralstelle ist bayernweit zuständig für die Bearbeitung herausgehobener Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität. Sie ermittelt in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Spezialisten der Landes- und Bundespolizei, des Bundeskriminalamts, des Zollfahndungsdienstes und mit internationalen Partnern, z.B. bei Angriffen auf bedeutende Wirtschaftszweige oder bei Verfahren aus dem Bereich der organisierten Cyberkriminalität.

Auch dann, wenn bei Verfahren der Allgemeinkriminalität ein hoher Ermittlungsaufwand im Bereich der Computer- und Informationstechnik abzuarbeiten ist, werden die Staatsanwälte der Zentralstelle tätig. Die bearbeiteten Fälle sind vielfältig. Sie reichen von Hackerangriffen über Fälle des Vorkasse-Betrugs im Internet, z. B. durch professionelle sog. Fake-Shops, und Fälle von Ransomware bis hin zum Handel mit Waffen, Drogen und Falschgeld im Darknet. Zudem ist die Zentralstelle Cybercrime Bayern für herausgehobene Fälle der Wirtschaftscyberkriminalität zuständig.

Zentralstelle Cybercrime Bayern

Seit dem 1. Oktober 2020 besteht bei der Zentralstelle Cybercrime Bayern zudem das Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet. Diese Spezialeinheit konzentriert sich insbesondere auf Betreiber und Nutzer von Darknet-Foren, die kinderpornografisches Material herstellen, posten oder damit handeln. Derzeit sind 18 Staatsanwältinnen und Staatsanwälte und vier IT-Forensikerinnen und IT- Forensiker bei der Zentralstelle Cybercrime Bayern tätig.

Pressmeldung Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Rubriklistenbild: © Stefan Sauer/dpa

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