Nach Einquartierung von Sexualstraftäter in Oberding

Dürfen Familien zurück in die Flüchtlingsunterkunft? 

Erding - Mehrere Familien mussten bereits im Mai aus der Flüchtlingsunterkunft in Oberding ausziehen, als ein Sexualstraftäter dort einquartiert wurde. Der Mann sitzt nun jedoch in Untersuchungshaft. Doch was passiert mit den Familien?

Ein Aufschrei ging durch die Öffentlichkeit als vier Familien mit Kindern am 16. Mai aus der Flüchtlingsunterkunft in Oberding ausziehen mussten. Der Grund: Man hatte dort einen verurteilten Sexualstraftäter einquartiert, der vor der Unterbringung bereits mehrere Jahre im Gefängnis verbracht hatte.

Doch nun sitzt der Mann aus dem Senegal in Untersuchungshaft und es stellt sich die Frage: Dürfen die Familien wieder zurück? 

Laut Auskunft des Oberdinger Bürgermeisters, der Regierung von Oberbayern sowie des örtlichen Helferkreises gegenüber dem BR, sei dies aber noch völlig offen. Erst in den kommenden Wochen würde man das weitere Vorgehen besprechen, erklärte die Vorsitzende des Helferkreises, Andrea Hartung dem BR.

Hohes Rückfallrisiko: Straftäter verstößt gegen seine Auflagen

Der BR berichtet weiter, dass der Sexualstraftäter nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Landshut nach seiner Haft eine elektronische Fußfessel tragen musste, weil er laut einem Gutachten ein erhöhtes Rückfallrisiko habe. Der Untersuchungshaft erfolgte nun, da der Mann gegen seine Auflagen verstoßen haben soll, indem er unter anderem seine Fußfessel nicht geladen hatte

Ob und wann der Senegalese wieder zurück in die Unterkunft in Aufkirchen kommt, sei bisher völlig offen. Bürgermeister als auch Helferkreis sprechen sich im Moment vor allem für die Rückkehr der bereits gut integrierten Familien aus. Gerade eine der Familien, deren Tochter einen Platz in einer integrativen Schule in der Gegend zugesagt bekommen hatte, würde davon profitieren. 

Rosa Lechner

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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