Erdinger Polizist (28) rast in den Tod

Maitenbeth - Ein Polizist (28) hat sich auf einer Wahnsinnsfahrt mit seinem 400-PS-BMW überschlagen. Zwar konnte der Erdinger sich noch brennend befreien, er starb aber später im Krankenhaus.

Den getunten BMW M3 mit fast 400 PS besaß Markus S. (28) erst seit wenigen Wochen. Er suchte für seinen neuen Supersportler in Erding auch noch nach einer Tiefgarage. Doch der hochgezüchtete Bolide – eine Spezialanfertigung – brachte dem jungen Mann, der in München als Polizist arbeitete, den Tod: Am Montag war er auf einer Kreisstraße im Großhaager Forst nach einer Wahnsinnsfahrt verunglückt.

Unfallstelle Maitenbeth

Die Strecke zwischen Hohenlinden und Albaching, die hauptsächlich durch Waldgebiet führt, gilt wegen ihrer langgezogenen Kurven als sehr gefährlich. Einheimische wissen: Hier kann zu hohes Tempo in die Katastrophe münden.

Dennoch raste Markus S. mit seinem Super-BMW (Spitzengeschwindigkeit: rund 300 Stundenkilometer) Richtung Albaching. Der 28-jährige Polizist überholte sogar in den kurvigen, unübersichtlichen Waldstücken laut Zeugen mehrere Laster und Autos.

Schwerer Unfall bei Schätzl

Kurz vor einer Abzweigung nach Schätzl (Gemeinde Maitenbeth) dann die Katastrophe: Der Bolide kommt in einer langgezogenen Rechtskurve von der Fahrbahn ab. Das Auto stellt sich quer und driftet etwa 30 Meter weit zwischen Straße und Waldrand. Markus S. verliert jetzt vollends die Kontrolle: Sein Auto hebt an einer Böschung ab und fliegt 15 Meter weit durch die Luft. Als der BMW entgegen der Fahrtrichtung aufkommt, brennt er: Während des Unfalls wurde entweder der Tank oder die Bezinleitung aufgerissen.

Die Flammen erfassen den angeschnallten Fahrer. Markus S. kann sich aber dank des selbstlosen Einsatzes von Helfern befreien. Die Passanten löschen auch die Kleidung des Verunglückten, der bei vollem Bewusstsein ist. Nach einer Erstversorgung kommt der junge Mann sofort mit dem Hubschrauber in eine Münchner Spezialklinik. Dort erliegt er später seinen schweren Brandverletzungen.

Mehrere Feuerwehren löschten am Unfallort in Brand geratene Bäume und Büsche. Die Straße war drei Stunden lang gesperrt. Vom etwa 35.000 Euro teuren Sportwagen blieb nur ein Metallgerippe übrig.

mc/ham, tz-online.de

Rubriklistenbild: © Barth

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