"Ich habe eine Erektionsstörung"

Angeklagter bestreitet Vergewaltigung

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München - Der Fahrer eines Kleinbusses hat vor Gericht die Vergewaltigung einer jungen behinderten Frau bestritten. Im Dezember 2011 soll er sie zum Oralverkehr genötigt haben.

Er habe eine Erektionsstörung, sagte der 43-jährige Angeklagte am Montag als Begründung vor dem Münchner Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Dezember 2011 auf der Fahrt von einer Münchner Behinderteneinrichtung zu einem Internat den Kopf einer jungen Frau nach unten gedrückt und sie zum Oralverkehr gezwungen zu haben. Der Verteidiger des Mannes bezweifelte am Rande der Sitzung zudem, dass dies während der Fahrt möglich sei.

Der 43-Jährige muss sich seit 1995 regelmäßig wegen Nierenversagens einer Blutwäsche unterziehen. Das habe zu einer erektilen Dysfunktion geführt, begründete die Verteidigung ihren Antrag auf ein medizinisches Gutachten.

Die Nebenklägerin durfte unter Ausschluss der Öffentlichkeit und in Abwesenheit des Angeklagten aussagen. Bei früheren Vernehmungen hatte sie ein besonderes Merkmal am Unterkörper des Mannes nicht erwähnt, das sie nach Überzeugung des Anwalts hätte sehen müssen: Fotos zeigen einen Tumor am Geschlechtsteil.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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