Erfolg für Kripo Mühldorf

Drogen in Fachklinik geschmuggelt - Zwei Dealer in Haft

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Die Ermittler des Kommissariats K4 der Kripo Mühldorf konnten zahlreiche Betäubungsmittel sicherstellen.

Waldkraiburg - In den Fokus von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei gerieten im Herbst 2017 zwei einschlägig vorbestrafte Männer aus Waldkraiburg, weil sich gegen beide der Verdacht ergeben hatte, Drogen beschafft und damit gehandelt zu haben. Mitte November wurden die Männer festgenommen, im Zusammenhang damit konnten größere Mengen unterschiedlicher Betäubungsmittel und Bargeld sichergestellt werden. Die zwei Tatverdächtigen kamen in eine Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.

Zwei einschlägig vorbestrafte Männer aus Waldkraiburg, ein 28-jähriger kosovarischer Staatsangehöriger und ein 31-jähriger Deutscher, hatten sich bei einem Aufenthalt in einer Fachklinik in der Region kennengelernt, während beide dort im Rahmen ihrer Verurteilung eine Therapie machen mussten. Kurz nachdem der 28-Jährige entlassen worden war, deponierte er - nach ersten Erkenntnissen der Polizei - Heroin und weitere Drogen in einem Erdbunker außerhalb der geschlossenen Anstalt. Die Drogen wurden von seinem neuen Bekannten, dem 31-Jährigen, beim Freigang entnommen, in die geschlossene Abteilung geschmuggelt und vermutlich an Insassen verkauft.

Parallel zu diesen Ermittlungen konnte von der Zollfahndung in Frankfurt eine Warensendung mit Heroin in nicht geringer Menge abgefangen werden, die wohl für den 28-jährigen Kosovaren bestimmt war. Durch taktische Maßnahmen der Ermittler der Kriminalpolizei Mühldorf konnte mit Unterstützung ziviler Einsatzkräfte der Tatverdächtige kurz nach der Abholung der Sendung festgenommen werden. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung konnten weitere 450 Gramm Amphetamin, 13 Gramm Crystal sowie vier Plomben mit Kokain sichergestellt werden.

Wenig später standen die Drogenfahnder vor der Wohnung des 31-Jährigen in Waldkraiburg. Durch einen blitzartigen Zugriff konnte der Mann daran gehindert werden, Drogen zu entsorgen. Der Tatverdächtige hatte beim Eindringen der Polizei in die Wohnung zudem noch versucht, über den Balkon zu flüchten. Er konnte daran aber gehindert und fixiert werden. In der Wohnung fanden die Ermittler ein knappes halbes Kilo Marihuana und Haschisch, eine kleine Menge Amphetamin und eine nicht unerhebliche Menge an Streckmitteln. Daneben wurden 5.500 Euro sichergestellt, Geld das aus Drogengeschäften stammen dürfte.

Alles deutet darauf hin, dass die beiden Tatverdächtigen Drogen über das Internet bestellt, die Betäubungsmittel anschließend gestreckt und dann weiterverkauft hatten. Die mutmaßlichen Drogendealer wurden vor einer Woche dem Haftrichter vorgeführt und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Sie müssen mit einer nicht unerheblichen Freiheitsstrafe rechnen, zumal bei beiden noch offene Bewährungsstrafen im Raum stehen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: innsalzach24.de

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