Erfolgreiche Ermittlungen gegen Russenmafia

München/Kempten - Die bayerische Polizei hat der Russenmafia einen empfindlichen Schlag versetzt. Seit Herbst 2008 kam es zu mehr als 150 Verfahren gegen Mitglieder. Was die Ermittler alles aufgedeckt haben:

Fünf Kilogramm Heroin sichergestellt, 39 Verdächtige festgenommen und eine kriminelle Organisation zerschlagen: Im Kampf gegen die Russenmafia in Bayern haben die Staatsanwaltschaft Kempten und die bayerische Polizei bereits zahlreiche Erfolge erzielt. Die Ermittler leiteten seit Herbst 2008 mehr als 150 Verfahren ein - unter anderem wegen Verdachts der Körperverletzung, Rauschgifthandels und der räuberischen Erpressung, teilte das Bayerische Landeskriminalamt am Freitag mit. Neun Täter wurden zu Haftstrafen zwischen sieben und elf Jahren verurteilt.

Bei der Russenmafia handelt es sich nach Angaben der Polizei um Straftäter aus der ehemaligen Sowjetunion, die sich in Bayern etabliert haben. Sie schotteten sich nach außen ab, gäben sich eine strenge interne Hierarchie und setzten ihre kriminellen Ziele mit Gewalt durch. Ihre Beute führten sie zu einem Bandenchef nach Moskau ab. “Der russischsprachigen kriminellen Subkultur in Bayern wurde ein empfindlicher Schlag versetzt“, lautet das Fazit der Polizei.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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