Beschluss gefasst

Lärmschutz an der A94: Auch Erharting will Nachbesserungen

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Erharting - Auch die Gemeinde will nun Nachbesserungen beim Lärmschutz fordern, das ist nun beschlossene Sache.

Der Gemeinderat Erharting sprach sich in seiner jüngsten Sitzung dafür aus, sich mit der Bitte um eine Verbesserung der Lärmschutzmaßnahmen an der A94 an die Autobahndirektion Südbayern und Politikvertreter zu wenden. Konkret sollen Ministerpräsident Dr. Markus Söder (CSU), sowie die CSU-Landtagsabgeordneten Marcel Huber, Martin Huber und Stephan Mayer angeschrieben werden. "Nach Meinung von Anwohnern und auch einigen Gemeinderäten hat seit der Eröffnung des Neubau-Abschnitts die Verkehrs- und Lärmbelastung im Erhartinger Abschnitt der A94 zugenommen, da dieser nun vermehrt genutzt würde. Bereits in der Sitzung des Gemeinderats im Dezember des vergangenen Jahres hatten einige Räte angeregt, sich mit dem Thema zu befassen", berichtet Georg Wagenbauer, Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach, zu der Erharting gehört. 

Erharting ist nicht die erste Gemeinde in der Region, welche die aktuelle Diskussion um mehr Lärmschutz für Anwohner der Isentalautobahn nutzen will, um auch für sich Nachbesserungen zu erreichen. Mitte November beschloss man beispielsweise auch in Neuötting, diesen Weg zu gehen.

Diskussion um Tempolimit als Lärmschutzmaßnahme

Auch nach ihrer Fertigstellung haben die Diskussionen um die Isentalautobahn nicht abgenommen. Nach Beschwerden und Protestaktionen von Anwohnern hat die Bayerische Staatsregierung zum 1. Februar 2020 ein Tempolimit von 120 km/h zwischen Heldenstein und Pastetten beschlossen. Kritiker sehen diese Entscheidung als "Schnellschuss" und "billigste Lösung für den Freistaat Bayern". Sogar eine Petition dagegen wurde gestartet. Stephan Mayer, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Altötting - Mühldorf am Inn,forderte kürzlich auch eine zeitliche Befristung des Modellversuchs für das Tempolimit, es solle spätestens nach sechs Monaten automatisch auslaufen.

In dieser Zeit solle überprüft werden, ob die Betreibergesellschaft die vereinbarte Qualität des Asphalts aufgebracht habe. Ebenso solle festgestellt werden, ob der aktive Lärmschutz den Vorgaben des Planfeststellungsbeschlusses entspricht. 

hs

Quelle: innsalzach24.de

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