"Erinnerungslücken und Lügen"

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Beim Einsturz der Bad Reichenhaller Eishalle sind am 2. Januar 2006 15 Menschen ums Leben gekommen.

Traunstein - Im Prozess um das Eishallenunglück von Bad Reichenhall haben die Verteidiger erneut den ehemaligen Oberbürgermeister Heitmeier angegriffen.

Sie werfen ihm Erinnerungslücken, Verharmlosungen, Ausweichen und Lügen vor.

Dossier auf BGLand24.de:

Die drei Anwälte des Angeklagten aus Bayerisch Gmain sind sich sicher: Wolfgang Heitmeier hätte nicht ungestraft davonkommen dürfen. Das ehemalige Stadtoberhaupt habe kein Mittel ausgelassen, um die Verantwortung von sich abzuschieben, so die Verteidigung am Prozesstag am Dienstag.

Das Eishallenunglück in Bildern

Eishallenunglück in Bad Reichenhall

Aber auch andere verantwortliche Mitarbeiter der Stadt wurden heftig kritisiert. Nach Ansicht der Anwälte sind sie zu leichtfertig mit Mängelhinweisen umgegangen. Spätestens nach einer Brandschutzstudie vom Oktober 2002 hätte die Halle sofort geschlossen werden müssen. Über drei Jahre nach Auflisten zahlreicher Mängel sei nichts geschehen, betonten sie.

Gedenkstätte für die Eishallenopfer:

Gedenkstätte für die Eishallenopfer

Der angeklagte Bauingenieur soll mit einem zu oberflächlichen Gutachten an dem Unglück mitschuld gewesen sein.

Die Verhandlung wird am Donnerstag fortgesetzt.

Quelle: Bayernwelle SüdOst

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