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Mühldorf

Eröffnung im November 2012

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Dreieinhalb Jahre Bauzeit für nur 4,3 Kilometer: Der Autobahnabschnitt zwischen Ampfing und Heldenstein ist nach Angaben von Paul Lichtenwald, Präsident der Autobahndirektion, höchst komplex. Neben dem technisch aufwändigen Bau eines 680 Meter langen Tunnels, der Einhausung bei Ampfing aus Lärmschutzgründen, bereitet vor allem die B12 Probleme. Fast vom ersten Tag an muss die Straße verlegt werden, um den Verkehr aufrecht erhalten und zugleich die Autobahn bauen zu können. Auch andere Straßen im Bereich des Neubaus müssen zeitweilig gesperrt werden.

Im Mühldorfer Landratsamt wurde gestern die weitere Planung vorgestellt.

Wer derzeit bei Ampfing auf die Autobahn fährt, muss schon nach wenigen Metern wieder runter auf die Bundesstraße. Das soll sich im Herbst 2012 ändern. Dann heißt es: freie Fahrt bis Heldenstein. Foto hon

Wenn die ersten Brückenbauarbeiten im August beginnen, müssen sich Autofahrer auf Behinderungen einstellen. Denn die B12 wird bis Herbst 2012 immer wieder verlegt. Der Grund: Fast im gesamten Abschnitt läuft die A94 auf der Bundesstraße. "Es ist der einzige Abschnitt, auf dem die B12 überbaut wird", betonte Lichtenwald. Die sieben Bauphasen richten sich deshalb nach der jeweils notwendigen und möglichen Verlegung der B12.

Die lange Dauer des Baus wird außerdem von der Einhausung bestimmt, die Ampfing auf 680 Meter vor Lärm schützen soll. Auf zweieinhalb Jahre ab April 2010 bezifferte Lichtenwald die Bauzeit. Sie ist Teil eines aufwändigen Lärmschutzprogramms, das die Autobahndirektion zum Schutz der Anwohner erarbeitet hat. Mehr als ein halbes Dutzend Wälle und Wände bis zu neun Metern Höhe schützen Anwohner. Sie tragen maßgeblich zu den Kosten von 70 Millionen Euro für den Abschnitt bei. Als zeit- und kostenaufwändig gilt auch der Bau eines so genannten Dükers, mit dem die Howaschen östlich von Ampfing unter der Autobahn durchgeführt wird.

Vermutungen, der Bau sei nicht finanziert, wies Ludwig Böhm von der Obersten Baubehörde zurück. Das Geld, das aus dem Programm der zusätzlichen Einnahmen aus der Lkw-Maut stamme, stehe nur für die A94 zur Verfügung. Angebliche Konkurrenzprojekte würden entweder aus anderen Töpfen - wie im Fall der A3 bei Passau - bezahlt oder seien noch lang nicht so weit, wie im Fall des Ausbaus der A8 zwischen Rosenheim und der Grenze zu Österreich. "Besorgnis ist unbegründet, die Finanzierung ist gesichert."

Böhm garantierte auch eine schnelle Planung, die A94 werde nicht "nachrangig" behandelt. "Wenn das Personal nicht ausreicht, werden wir wie bisher Personal von außerhalb dazuholen." Für Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer sind damit die Irritationen ausgeräumt, die es in den letzten Wochen über angebliche Verzögerungen gegeben habe, die Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch befürchtet hatte.

Staatssekretär Dr. Marcel Huber, auf dessen Initiative die Vorstellung des Bauzeitenplans vor Bürgermeistern und Presse zustande kam, betonte, dass der Abschnitt zwischen Ampfing und Heldenstein wesentlich früher gebaut werde als ursprünglich geplant und sprach von einem "vorgezogenen Bauwerk". Noch vor fünf Jahren sei der Bau des Lückenschlusses als letzter Abschnitt der A94 vorgesehen gewesen. Autobahndirektionschef Lichtenwald nannte die Bauzeit schneller als erwartet. Normalerweise müsse man mit bis zu fünf Jahren rechnen. "Die Erwartung, es in zwei oder drei Jahren zu schaffen, ist übertrieben."

Mühldorfs Bürgermeister Knoblauch forderte, Planung und Bau der fehlenden Abschnitte im Westen zeitlich nicht hinter die Fertigstellung des Abschnitts bei Ampfing zurückzustellen (siehe Kasten). Landrat Georg Huber warb um Verständnis bei der Bevölkerung, die "vom Bau sehr stark betroffen sein wird", und kündigte Veranstaltungen an, bei denen über Straßensperrungen informiert werde.

Wenn die Autobahn fertig ist, verschwindet die B12 in diesem Bereich. Durch den Bau der Mü 40 nördlich und kleinerer Straßen südlich der Autobahn sollen Verbindungen für die erhalten bleiben, die nicht über die Autobahn fahren können. hon

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