Erste Allergieopfer

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Mit einem Pricktest lässt sich feststellen, welche Pollen für einen Patienten problematisch sind.

Landkreis - Im März leiden schon etliche Allergiker ganz massiv unter tränenden Augen und tropfender Nase. Mit zehn Maßnahmen lässt sich die Qual etwas mildern.

„Das milde Wetter lässt die Pollensaison kräftig anrollen“, so Dr. Gerd Schauerte, Allergologe des CJD Asthmazentrums in Berchtesgaden. „Wie sehr eine Pollenallergie die Lebensqualität und auch die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen kann, ist für Nichtallergiker oft nicht nachvollziehbar“.

Den Auftakt machen die Pollen von Hasel und Erle, dann folgen Ulme, Pappel und Weide, und schließlich, im April und Mai, die Birkenpollen mit ihrer besonders starken allergischen Wirkung. Heuschnupfen-Patienten kommen besser durch das Frühjahr, wenn sie einige Verhaltensregeln beachten.

1. Gartenarbeit, Sport im Freien und Camping-Aufenthalte meiden.

2. Den Rasen im Wohngärten vor der Gräserblüte Anfang bis Mitte Mai mähen und durch regelmäßiges Mähen kurz halten. Der Allergiker soll nicht selbst mähen.

3. Bei der Neuanlage von Gärten windblütigen Pflanzen meiden, die viel Pollen produzieren wie z.B. Birke und Hasel. Lieber auf Rosen, Lippenblütler (z. B. Lavendel, Salbei), Kletterpflanzen (z.B. Efeu, Farne und Moose) ausweichen.

4. Bei trockenem, leicht windigem Wetter möglichst im Haus bleiben und die Wohnräume, vor allem aber das Schlafzimmer nicht lüften.

5. Bei Autofahrten Fenster geschlossen halten und den Ventilator nur bei Autos mit eingebautem Luftfilter benützen.

6. Eine dunkle Sonnenbrille mit Seitenschutz tragen schützt gegen die oft auch vorhandene Empfindlichkeit gegen Helligkeit.

7. Abends regelmäßig Haare waschen.

8. Einmal-Taschentücher benützen.

9. Bei der Wahl des Urlaubsortes beachten, dass im Hochgebirge der Pollenflug bis zu vier Wochen später einsetzt und deutlich geringer ausfällt.

10. Die Vorhersagen der Meteorologen und Pollenwarndienste beachten.

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„Diese Tipps helfen Pollenallergikern“, so Dr. Schauerte. „Zu empfehlen sind auch geeignete Medikamenten“. In Apotheken frei erhältlich sind Nasen- und Augentropfen, die als Wirkstoff Antihistaminika enthalten. Durch direktes Auftragen auf die Schleimhäute wirken sie schnell und können vorbeugend genommen werden. Entsprechende Antihistaminika-Präparate gibt es ebenfalls als Tabletten. Bei oft nötigen längerfristigen Einnahme kann das ins Geld gehen, jedoch gibt es auch einige Präparate, die von den Krankenkassen übernommen werden.

Servicetelefon bei schwerem Heuschnupfen mit Anzeichen von Asthma: Telefon 08652 6000-161, CJD Asthmazentrum Berchtesgaden.

Pressemitteilung CJD Asthmazentrum Berchtesgaden

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