Schulstart für Erstklässler

Ist mein Kind glücklich in der Schule?

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Landkreis - Am 16. September beginnt für viele Erstklässler "der Ernst des Lebens". Der Übergang vom Kindergarten in die Schule ist eine Herausforderung - nicht nur für das Kind!

Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte Konstanze von Unold vom Grundschulverband Landesgruppe Bayern, dass viele Eltern unsicher seien, ob ihr Kind in der Schule bestehen wird. "Insbesondere wenn es dann Noten gibt, aber das fängt natürlich in der ersten Klasse an", so Unold.

Schulleiterin Kostanze von Unold weiß, auf welche Signale ihres Kindes Eltern achten sollten.

Normalerweise zeichne sich schon im Vorfeld ab, ob ein Kind der Herausforderung Schule noch nicht gewachsen sei. Ewa bei den Besuchen mit der Kindergartengruppe in der Schule. Eine große Umstellung seien für viele Erstklässler aber die Hausaufgaben: "Das ist etwas ganz Neues und manchen fällt es schwer, sie daheim auch regelmäßig zu machen", weiß von Unold, die Schulleiterin der Grundschule Baierbrunn ist. 

Andere Kindern brauchen etwas länger, um sich in die neue Klasse zu integrieren und eine neue Rolle zu finden: "Die ersten Wochen können für diejenigen Kinder schwierig werden, die keine Mitschüler haben, die sie schon aus der Vorschulzeit kennen." Durch Spiele und gemeinsame Aufgaben oder Paten aus höheren Klassen versucht man aber alle Kinder schnell in den Klassenverband und in die Schule einzugliedern. Bis nach den Herbstferien, also innerhalb weniger Wochen, sei das Problem meist gelöst.

Auf diese Anzeichen sollten Eltern achten

Doch welche Anzeichen sind es, die Eltern aufhorchen lassen sollten? Wie merken Eltern, dass ihr Kind in der neuen Schulsituation unglücklich ist? "Wenn ein Kind morgens sehr trödelt, obwohl es abends frühzeitig ins Bett gegangen ist und einen geregelten Tagesablauf hat, ist das schon ein Anzeichen", so von Unold. "Dann sollte man das Gespräch mit dem Klassenlehrer suchen und die jeweiligen Beobachtungen austauschen."

Ein anderes Anzeichen wäre, dass ein Kind sehr unruhig und nervös daheim sei, so die Fachfrau vom Grundschulverband. "Die Eltern sollten ihr Kind beobachten und viel mit ihm im Gespräch bleiben", rät von Unold.

Dass die Schulunlust viele Ursachen haben kann, darauf weist der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) auf seiner Homepage hin. "Wenn Schulkinder morgens gar nicht aus dem Bett kommen, wenn sie beim Anziehen und Frühstücken trödeln und sogar über Bauchweh, Kopfweh oder Übelkeit klagen, dann sollten Eltern dieses Verhalten ernst nehmen und den Ursachen auf den Grund gehen", heißt es dort. Die Ursache könnte auch im Familienleben liegen, etwa wenn das Kind ein kleines Geschwisterchen bekommen hat und die Mutter nun den ganzen Vormittag mit dem Baby allein ist. "Das Schulkind fühlt sich 'abgeschoben' und sehnt sich nach der Nähe zur Mutter", weiß der BLLV.

So wird dem Kind geholfen

Die erste Anlaufstelle für Eltern sei die Lehrkaft, danach kann ein Beratungslehrer mit einbezogen werden, der eine zusätzliche sozialpädagogische Qualifikation mitbringt. Im nächsten Schritt könnten auch Schulpsychologen, staatliche oder kirchliche Erziehungsberatungsstellen oder auch ein Kinderarzt hinzugezogen werden.

ro24/mg

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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