1.100 Lastwagen rasen durch Eschlkam im Landkreis Cham

Vorbild Tirol: Bayerische Gemeinde will Fahrverbote für Lkw

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Eschlkam/Cham - Die kleine Gemeinde im Landkreis Cham in der Oberpfalz kämpft gegen den Schwerlastverkehr. Bis zu 1.100 Lastwagen fahren täglich durch den Ort. Die Anwohner haben genug und gründeten eine Bürgerinitiative.

Durch die 800 Seelengemeinde Eschlkam brettern auf der Staatsstraße zum Teil täglich an die 1.100 Lkw in Richtung Tschechien. "Im Frühjahr erreichte uns ein Hilferuf mehrerer junger Eltern, die sagen, sie lassen ihre Kinder nicht mehr draußen spielen oder auf dem Bürgersteig Fahrrad fahren, weil sie Angst haben, dass ein Unfall mit einem Lkw passiert." , sagt Josef Altmann, der in Eschlkam wohnt und der Tourismusbeauftragter des Ortes ist.

"Wr haben die Schnauze voll"

Um gegen den Schwerlastverkehr vorzugehen, haben die Bürger Eschlkams eine grenzüberschreitende Bürgerinitiative mit der tschechischen Nachbargemeinde Vseruby, die auch mit dem Problem zu kämpfen hat, gegründet,

"Es kann nicht mehr so weitergehen. Wir haben die Schnauze voll", sagt Altmann gegenüber pnp.de. Die Lastwagen nutzen die Straße durch Eschlkam als Abkürzung, denn eigentlich wäre auch ein Grenzübergang über die B20 bei Furth im Wald möglich.

Im vergangene Jahr war laut Altmann die Durchfahrt über die Staatstraße wegen Bauarbeiten gesperrt, wodurch sich sofort Besserung gezeigt hat. Die Lastwagen sollen nach dem Vorbild von Tirol mit Fahrverboten aus ihrer Gemeinde verbannt werden, denn die Tiroler "schützen damit ihre Orte, die Umwelt und die Menschen. Das würde ich mir für uns auch wünschen."

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa (Symbolbild)

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