Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schreckliches Ereignis am Donnerstagmorgen

Hunderte Schweine sterben bei Brand im Kreis Landshut - bis zu zwei Millionen Euro Schaden

Einige Schweine, die ein Feuer überlebt haben, liegen nach einem Brand in einem Schweinemastbetrieb in einem abgesperrten Bereich. Bei einem Brand in einem Schweinemastbetrieb in Niederbayern sind zahlreiche Tiere umgekommen.
+
Einige Schweine, die ein Feuer überlebt haben, liegen nach einem Brand in einem Schweinemastbetrieb in einem abgesperrten Bereich. Bei einem Brand in einem Schweinemastbetrieb in Niederbayern sind zahlreiche Tiere umgekommen.

Bei einem Brand in einem niederbayerischen Mastbetrieb sind am frühen Donnerstagmorgen (14. Juli) Hunderte Schweine ums Leben gekommen. Nach ersten Schätzungen könnte der Schaden bis zu zwei Millionen Euro betragen. Wie die Polizei berichtete, war gegen 4.15 Uhr das Feuer in dem Betrieb in Essenbach (Landkreis Landshut) entdeckt worden.

Essenbach - „Trotz des schnellen und großen Aufgebots an Feuerwehrkräften breitete sich der Brand auf weitere Stallungen und landwirtschaftliche Gebäude aus“, erläuterte das Polizeipräsidium Niederbayern in einem Bericht. Erst nach etwa drei Stunden konnte die Flammen gelöscht werden. Die genaue Zahl der verendeten Tiere stand zunächst ebenso wenig fest wie die Zahl der dort insgesamt gehaltenen Schweine. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge „kamen in dem Feuer mehrere Hundert Schweine ums Leben.“ Personen wurden zum Glück nicht verletzt.

Die Ursache des Feuers war zunächst auch völlig unklar. „Zur Brandursache können gegenwärtig keinerlei Aussagen getroffen werden. Die Brandermittler der Kriminalpolizei Landshut haben die Ermittlungen aufgenommen“, heißt es hierzu von Seiten der Polizei. Der Sachschaden dürfte sich laut Behörden auf einen Wert im siebenstelligen Bereich belaufen.

Zahlreiche Schweine in Trümmern entdeckt

Die Bergungsarbeiten dauerten bis zum Nachmittag. Wie eine Sprecherin der Polizei erläuterte, kümmerten sich Veterinäre und andere Bauern aus der Region um die Schweine, die den Großbrand überlebt hatten. Es wurden mehrfach lebende Tiere in den Trümmern entdeckt, sagte sie. Die starke Rauchentwicklung hatte auch Folgen für den Verkehr auf der Autobahn 92 (München-Deggendorf). Mehrere Stunden lang kam es zu erheblichen Sichtbehinderungen auf der Fernstraße.

Erst am Dienstag waren in Unterfranken rund 700 Ferkel bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Bei Wiesentheid war auf der Autobahn 3 ein Schweinetransporter umgestürzt. Nur etwa 200 der 900 transportierten Ferkel überlebten den Unfall. Nach Angaben des Landratsamtes Kitzingen sind Tiertransporte in dieser Dimension mit EU-Recht vereinbar. Der verunglückte Lkw sei bei der Anfahrt in den Niederlanden von einem Tierarzt begutachtet worden, sagte ein Sprecher der Veterinärbehörde.

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten kritisierte angesichts der jüngsten Unglücksfälle die Art, wie mit Schweinen umgegangen wird. „Die von der Agrarindustrie verursachten Katastrophen geben sich die Klinke in die Hand. Opfer sind immer die Tiere“, sagte Vier-Pfoten-Landwirtschaftsexpertin Nora Irrgang. „Es sind meist menschengemachte Katastrophen, bei denen die Verantwortlichen den Massentod fühlender Lebewesen für den maximalen Profit billigend in Kauf nehmen.“

mz/dpa

Kommentare