Ex-Freundin ermordet: Lebenslänglich

Nürnberg - Er hat seine Ex-Freundin mit einem Messerstich in den Nacken getötet: Ein 49-jähriger Mann aus Schwabach ist zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden.

Für den Eifersuchtsmord an seiner Ex-Freundin muss ein 49-jähriger Mann aus Schwabach lebenslänglich ins Gefängnis. Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth verurteilte den Mann am Donnerstag, weil er seine ehemalige Lebensgefährtin aus niedrigen Beweggründen mit einem gezielten Messerstich in den Nacken getötet hat. Der Verurteilte hat Revision angekündigt.

Das Gericht sah den Tathergang als erwiesen an: Der aus Süditalien stammende Mann war aus Wut über ihre Trennung im vergangenen Jahr in die Wohnung der 48-Jährigen eingedrungen, um sie zu erniedrigen. Er riss ihr die Kleider vom Leib, machte Fotos mit seiner Handykamera und versuchte, die Frau zu vergewaltigen. Als dies misslang, stach er zu. Auch vor Gericht beleidigte und verhöhnte er das tote Opfer noch mehrfach.

Auch die Beweislage war für die Richter eindeutig. Unter seinen Fingernägeln fanden Ermittler ihre DNA-Spuren, zudem fehlte ein Alibi. Auf der Anklagebank verwickelte sich der 49-Jährige immer wieder in Widersprüche. Zeugen sagten aus, er sei unberechenbar und maßlos eifersüchtig gewesen. Hinter jedem Kollegen und Bekannten seiner Gefährtin habe er einen Nebenbuhler vermutet. Das Verhältnis zwischen den beiden beschrieben sie als “Chaos-Beziehung“ voller Gewalt und Demütigungen.

Schon als die beiden noch ein Paar waren, hatte er immer wieder kräftig zugeschlagen - so lange bis sie sich von ihm trennte. Zuletzt hatte er 2008 seine Ex-Freundin krankenhausreif geprügelt. Damals erwirkte die Frau eine einstweilige Verfügung. Fortan musste er sich mindestens 100 Meter von ihr und ihrer Wohnung fernhalten. Zweieinhalb Monate später brachte er sie um.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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