Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Obduktions-Ergebnis liegt vor

Rätsel um explodiertes Haus und Horror-Crash: Jetzt auch Zusammenhang mit Wohnungsbrand in Sachsen?

Explosion in Rohrbach und Horror-Crash auf B300
+
Horror-Crash auf der B300 bei Schrobenhausen (links) und das explodierte Haus in Rohrbach (rechts).

Rohrbach/Schrobenhausen - Ein explodiertes Haus in Rohrbach und ein fürchterlicher Unfall auf der B300 bei Schrobenhausen - in welchem Zusammenhang stehen diese beiden Ereignisse? Das ist nur eine von vielen Fragen, die sich die Ermittler nach den beiden fürchterlichen Unglücken am Donnerstag (2. September) stellen.

Update, 16 Uhr - Jetzt auch noch Zusammenhang mit Wohnungsbrand in Sachsen?

Der Fall bleibt rätselhaft. Die Ermittler wollen versuchen, die männliche Leiche mit Hilfe eines DNA-Abgleichs zu identifizieren. „Das hat jetzt Vorrang“, sagte Polizeisprecher Karl Höpfl am Samstag in Ingolstadt. Dadurch erhofft sich die Polizei weitere Ansatzpunkte, um die Ursache der Explosion in der Doppelhaushälfte in Rohrbach an der Ilm (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) am Donnerstag und die Zusammenhänge mit dem tödlichen Unfall kurz darauf sowie einem Brand in einer leerstehenden Wohnung in Sachsen zu klären.

„Wie es dazu gekommen ist, wie die Hintergründe sind, das müssen die weiteren Ermittlungen ergeben“, sagte Höpfl. Spekulationen über eine mögliche Beziehungstat konnte er nicht bestätigen. „Aus unserer Sicht ist das noch völlig offen.“

Aus diesem Grund will die Polizei sich auch nicht dazu äußern, wie die 54-Jährige ums Leben kam - also ob sie bei der Explosion starb oder schon vorher tot war. Denn das könnte Täterwissen sein, sollten in die Geschichte noch andere Personen verwickelt sein.

Bekannt ist inzwischen: Das Auto, in dem ein Mann bei dem Unfall im 30 Kilometer entfernten Schrobenhausen bis zur Unkenntlichkeit verbrannte, war auf die Adresse des eingestürzten Hauses in Rohrbach an der Ilm gemeldet. Der Fahrer war mit seinem Wagen frontal gegen einen entgegenkommenden Lastwagen gerast. Und auch die Wohnung im sächsischen Lugau, die brannte, gehörte dem Ehepaar.

Sowohl in dem Auto als auch in dem Haus entdeckten die Ermittler Gasflaschen. Auch bei dem Brand im Lugau fanden sie Medienberichten zufolge eine Gasflasche und mehrere Kanister mit brennbarer Flüssigkeit. Die Polizei in Chemnitz äußerte sich am Samstag dazu nicht, auch nicht zu einer möglichen Brandstiftung, von der Medien berichtet hatten. Laut der Polizei in Chemnitz war das Feuer im Dachgeschoss ausgebrochen. Verletzte gab es in dem Mehrfamilienhaus nicht.

Die Ermittlungen rund um die Explosion werden sich nach Einschätzung von Höpfl noch bis in die nächste Woche ziehen. Brandspezialisten hatten am Unglücksort nach Spuren gesucht und werten diese aus. Die verheerende Kraft der Explosion erschwere deren Arbeit, weil dadurch viel zerstört worden sei, sagte Höpfl.

Update, 12.01 Uhr - Obduktions-Ergebnis liegt vor

Beide Leichen wurden am Freitagabend beim Institut für Rechtsmedizin in München obduziert. Die am Explosionsort aufgefundene Leiche konnte eindeutig als die 54-jährige Ehefrau ausgemacht werden. Bei der Obduktion im Zusammenhang mit der bei dem Verkehrsunfall getöteten Person konnte aufgrund der starken Verbrennungen lediglich festgestellt werden, dass es sich um einen Mann handelt. Nähere Erkenntnisse liegen bisher nicht vor. Zwischenzeitlich wurde auch der Hund der Familie leblos unter dem Häuserschutt aufgefunden. Auch er ist der Tragödie zum Opfer gefallen.

Update, Samstag (4. September), 11.08 Uhr - Obduktion abgeschlossen - Ergebnis steht aus

Nach der schweren Explosion in einem Haus im oberbayerischen Rohrbach an der Ilm hat die Rechtsmedizin die beiden Leichen obduziert. Die Ergebnisse sollten im Laufe des Tages bekanntgegeben werden. Bei den beiden Toten könnte es sich um ein Ehepaar - einen 55-jährigen Mann und eine 54-jährige Frau - handeln, das im Erdgeschoss der vollständig in sich zusammengestürzten Doppelhaushälfte gelebt hatte.

Die Polizei hatte am Freitag in den Trümmern in Rohrbach an der Ilm eine Leiche entdeckt. Bei der zweiten handelt es sich um die Person, die in dem Auto bis zur Unkenntlichkeit verbrannt ist, ob diese sich als die zweite vermisste Person aus dem Wohnhaus herausstellt, bleibt abzuwarten.

Die Hintergründe der Explosion sind nach wie vor rätselhaft. Diese könnte in Zusammenhang mit einem tödlichen Unfall in der Region und einem Brand in einer leerstehenden Wohnung in Sachsen stehen, die sich etwa zur selben Zeit am Donnerstag ereigneten. In beiden Fällen könnten Gasflaschen im Spiel gewesen sein. Auch in Rohrbach an der Ilm (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) könnte Gas die Explosion ausgelöst haben.

Update, 13.33 Uhr - Leiche in Trümmern gefunden

In der durch eine Explosion zerstörten Doppelhaushälfte in Oberbayern ist eine Leiche gefunden worden. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Die Identität der Person stehe noch nicht fest, so die Polizei. Es solle noch am Freitag eine Obduktion durchgeführt werden. Laut Informationen der Bild-Zeitung soll es sich um eine Frauenleiche handeln.

Nach der Explosion am Donnerstag in Rohrbach an der Ilm wird ein Ehepaar vermisst - ein 55-jähriger Mann und eine 54 Jahre alte Frau. Drei weitere Menschen, die dort lebten, waren laut Polizei zum Zeitpunkt der Explosion nicht zu Hause. In der angrenzenden Doppelhaushälfte, die ebenfalls stark beschädigt wurde, wurden zwei Menschen leicht verletzt. Die Ermittler gehen nach derzeitigem Stand davon aus, dass das Haus wahrscheinlich durch eine Gasexplosion zerstört wurde.

Rätsel gibt auch ein tödlicher Verkehrsunfall auf, der sich kurz nach der Explosion am Donnerstagmittag ereignet hatte. In einem Auto, das auf die Adresse des explodierten Hauses gemeldet ist, starb ein Mensch. Die oder der Tote ist noch nicht identifiziert, weil die Leiche laut Polizei bis zur Unkenntlichkeit verbrannte. Im Wrack wurde eine Gasflasche sichergestellt.

Update, 10.35 Uhr - Kaum mehr Hoffnung für vermisstes Paar

Am Freitagvormittag (3. September) ist die Suche nach dem vermissten Ehepaar in Rohrbach wieder angelaufen. Allerdings geht die Polizei derzeit - auch aufgrund der Menge der Trümmer - nicht mehr davon aus, dass dort jemand lebend gefunden werden kann. Dies sagte eine Polizeisprecherin vor Ort. Dabei kommt unter anderem auch ein speziell ausgebildeter Suchhund aus Traunstein zum Einsatz.

Unterdessen konnte auch die Verwirrung bezüglich der Personenanzahl ausgeräumt werden, die sich um Zeitpunkt der Explosion in dem Haus aufgehalten haben soll. Ingesamt sind/waren sieben Personen dort gemeldet - fünf in dem Teil, der durch die Detonation weggerissen wurde und zwei in der zweiten Doppelhaushälfte, die ebenfalls schwer beschädigt wurde. Diese beiden Bewohner wurden leicht verletzt. Drei Personen aus der zerstörten Haushälfte waren zum fraglichen Zeitpunkt nicht zuhause und konnten von der Polizei inzwischen erreicht werden, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord nun mitteilte. Somit bleiben noch die beiden Vermissten, das Ehepaar Silke (54) und Ralf H. (55).

Derweil prüfen die Beamten weiterhin einen möglichen Zusammenhang zu dem schrecklichen Unfall auf der B300 bei Schrobenhausen, bei dem eine Person bis zur Unkenntlichkeit verbrannte. Die Identität der toten Person ist weiterhin unklar. Die Identifizierung gestalte sich sehr schwierig, da der Grad der Verbrennungen so stark sei, hieß es. 

Zudem bestätigte Christian Linden, Chef der Polizei Schrobenhausen, dem Donaukurier, dass in dem ausgebrannten Wrack eine Gasflasche entdeckt wurde. Die Spurenlage deute dabei darauf hin, dass diese zum Zeitpunkt des Unfalls offen gewesen sein dürfte, hieß es weiter. Außerdem schilderten Zeugen glaubhaft, dass der VW-Bus-Fahrer den Unfall mit hoher Wahrscheinlichkeit absichtlich herbeigeführt haben dürfte.

Die Erstmeldung:

Kurzer Rückblick: Am Mittag gegen 12.40 Uhr wurde ein Wohngebiet am Hopfenweg in Rohrbach (Landkreis Pfaffenhofen/Ilm) von einer gewaltigen Explosion erschüttert. Eine Doppelhaushälfte wurde durch die Detonation regelrecht weggerissen, die andere schwer beschädigt. Die Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an. Zunächst galten „mehrere Personen“ als vermisst, am Abend waren es noch eine 54 Jahre alte Frau und ein 55-jähriger Mann. Laut Bild-Zeitung handelt es sich dabei um das Ehepaar Silke (54) und Ralf H. (55). Die Suche soll am Freitagmorgen fortgesetzt werden.

Nur 20 Minuten später ereignete sich dann auf der B300 bei Schrobenhausen (Landkreis Neuburg/Schrobenhausen) - nur rund 30 Kilometer vom Ort der Explosion entfernt - ein fürchterlicher Unfall. Ein VW Bus war zwischen Schrobenhausen und Peutenhausen auf die Gegenfahrbahn geraten und mit hoher Geschwindigkeit frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen kollidiert. Der VW Bus ging in Flammen auf, der Fahrer verbrannte laut Polizeiangaben bis zur Unkenntlichkeit. rosenheim24.de hatte über beide Fälle bereits berichtet.

Wenig später verbreiteten sich Gerüchte, dass es einen Zusammenhang zwischen Explosion und Unfall geben könnte, wie ein Lauffeuer in der Region. Bislang ist nur bekannt, dass der Halter des VW Busses an der selben Adresse gemeldet war, wo sich die Explosion ereignete. Ein Polizeisprecher äußerte vor Ort diesbezüglich nur einen Anfangsverdacht und bestätigte, dass ein möglicher Zusammenhang geprüft werde.

Ermittler stehen vor einem großen Rätsel

Auf jeden Fall stehen die Ermittler vor einem großen Rätsel. Ursache und Hintergründe sind noch völlig unklar. Zudem stellen sich derzeit viele Fragen: Besteht tatsächlich ein Zusammenhang zwischen den beiden Unglücken? Wurden Unfall und/oder Explosion fahrlässig oder gar absichtlich herbeigeführt? Oder gab es vor der Explosion irgendwo im/am Haus einen technischen Defekt? Wo sind die beiden Vermissten? Welche Identität hat die beim Unfall bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche?

Polizeisprecher Andreas Aichele sagte vor Ort gegenüber Journalisten, dass es nicht ganz einfach sei, in den Überresten des Hauses nach Spuren zu suchen: „Die Spezialisten bei den Brandermittlern sind dran!“ Den Schaden bei der Explosion beziffert die Polizei in einer ersten Schätzung auf einen hohen sechsstelligen Betrag. Ansonsten gaben sich die Beamten bezüglich Vermutungen und Annahmen jedoch sehr zurückhaltend.

Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach

Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa
Fotos: Wohnhaus in Oberbayern explodiert - Großeinsatz in Rohrbach
Großeinsatz nach Explosion von Haus in Rohrbach. © dpa

Suche wird am Freitag fortgesetzt

Unterdessen soll die Suche nach den beiden Vermissten am Freitagmorgen fortgesetzt werden. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie sich irgendwo in den Überresten des Hauses befinden“, sagte ein Sprecher des Landratsamtes am Donnerstag. Eingesetzt werden sollen dann speziell ausgebildete Leichenspür- und Brandmittelspürhunde, wie der Donaukurier nun berichtet. Einer der Hunde kommt dabei aus Traunstein. Personenspürhunde hatten am Donnerstag nicht angeschlagen, hieß es.

mw

Kommentare