Fakten rund um 15. Chiemsee Reggae Summer

Übersee - Der Chiemsee Reggae Summer 2009 in Zahlen: Ausnahmezustand herrschte in den vergangenen Tagen im beschaulichen Almau bei Übersee.

Das kleine Örtchen wurde durch den Chiemsee Reggae Summer wieder einmal zur Festivalhochburg Bayerns. An drei Tagen voll Sonnenschein feierten rund 25.000 Fans den 15. Geburtstag des Festivals und ließen sich von 22 Bands auf der Hauptbühne, 23 Bands auf der Zeltbühne und 31 Soundsystems, DJs und Bands auf den Open Decks begeistern. Diese Zahlen sind schnell genannt, sind jedoch nur die Spitze des Eisbergs, der den Chiemsee Reggae Summer darstellt.

Unter der Wasseroberfläche verbergen sich weitaus mehr Zahlen, die den enormen Aufwand und die Logistik vor und während des Festivals zeigen: Schon Wochen vor Beginn des Festivals wurden 1,8 Hektar des 18 Hektar großen Geländes befestigt. Dafür wurden etwa 18.000 Kubikmeter Erde abgetragen und mit Schotter und Kies aufgefüllt.

274 Mobiltoiletten, 150 Duschen

Im weiteren Verlauf der Vorbereitungsarbeiten verlegte das Produktionsteam elf Kilometer Bauzaun und hängte zwei Kilometer Sichtschutz auf. Fünf Kilometer Stromleitungen ermöglichten unter anderem eine feine Beschallung und Beleuchtung auf dem Festival. Dank eines ausgeklügelten Abwassersystems genügte es dieses Mal, 100 Meter Abwasserleitungen zu verlegen. Den menschlichen Bedürfnissen der Besucher dienten 274 Mobiltoiletten verteilt auf dem gesamten Festivalgelände, außerdem wurden fünf Waschcamps und etwa 150 Duschen installiert, die in diesem Jahr auch zur Abfrischung dienten. Andere tummelten sich zu diesem Zweck in der vorbeifließenden Tiroler Ache oder direkt im Chiemsee. Denn der kühle Regen blieb dieses Mal glücklicherweise aus und die Sonne brannte etwa 30 Stunden auf die Reggae-Fans herab.

Bei dieser Hitze war es in diesem Jahr natürlich besonders wichtig, die Besucher mit genügend gekühlten Getränken zu versorgen. Diese waren in einem Getränkemarkt sowie in einem Biergarten und an 20 Ständen im Infield und vier Ständen am Campingplatz erhältlich. Insgesamt wurden 42.000 Liter Becks Fassbier, 9720 Liter Cola, 5184 Liter Sprite, 12.960 Liter Wasser, 3240 Liter Schorle und 4200 Liter Weißbier konsomiert. Im Getränkemarkt wurden zusätzlich 57.000 Liter Becks, 34.000 Liter Wasser und 21.000 Liter Cola verkauft.

700 Mitarbeiter im Einsatz

22 weitere Gastrostände im Infield und 13 außerhalb versorgten die Besucher mit Leckereien aller Art und für jeden Geschmack. Italienische, türkische, asiatische oder bayerische Speisen sorgten für eine abwechslungsreiche Ernährung der Reggae-Schar. Zusätzlich gab es wieder einen offiziellen Grillplatz am Campingplatz mit neun großen Grillstationen, an denen sich die Besucher Würstl, Fleisch, Fisch und Gemüse selbst zubereiten konnten. Für die musikalische Unterhaltung sorgten hier die Künstler auf den Opendecks. Unweit des Grillplatzes schlugen die fünf Jungs von LaBrassBanda ihr Lager auf, die sogar einen Maibaum neben ihrem Feuerwehrbus aufstellten.

Im Infield lockten zahlreiche Non-Food-Stände, an denen sich die Fans mit allem ausstatten konnten, was das Reggae-Herz begehrt. Auf dem gesamten Gelände fanden sich rund 35 Verkaufsstände, an denen Klamotten und Accessoires angeboten wurden. Außerdem konnte man sich an etwa zehn weiteren Ständen für ein perfektes Reggae-Outfit Dreadlocks flechten, piercen oder mit Henna bemalen lassen. Zusätzlich konnte man sich an den Ständen von Viva Con Agua und Greenpeace über deren Projekte informieren.

Für den ultimativen Nervenkitzel sorgte ein Bungeekran, der die ganz Mutigen unter den Besuchern in eine luftige Höhe beförderte, aus der sie tollkühn der Reggae-Gemeinde entgegenspringen konnten. Natürlich mussten auch die Crew und die Künstler am Chiemsee Reggae Summer ordentlich versorgt werden. Für deren Verköstigung sorgte das zwölfköpfige Team von Oliver’s Finest aus Köln.

35.000 Müllsäcke verteilt

In der gesamten Woche inklusive dem Chiemsee Rocks Festival am 12. August wurden 180 kg Karotten, 140 kg Blattsalate, 180 kg Zwiebeln, 100 kg Tomaten, 140 Liter Joghurt bzw. Quark, 25 Liter Vinaigrette, 550 kg Hähnchen-, Puten-, Schweine- und Rindfleisch, 135 kg Fischfilets, 350 kg gekochter Reis, 550 kg Kartoffelprodukte, 200 kg Nudeln, 220 Liter Saucen, 150 Liter Suppe, 600 kg Desserts und 120 kg Kuchen zubereitet.

Insgesamt waren auf dem Festival rund 700 Mitarbeiter (Produktion, Helfer, Security, usw.) im Einsatz, die für Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf sorgten. Ihnen standen vier Quads, 13 Stapler, 59 Funkgeräte und 20 Bürocontainer zur Verfügung. Außerdem erkundeten 157 Journalisten und 129 Fotographen bzw. Kamerateams Gelände, Künstler und das friedliche Partyvolk. Sie kamen aus Österreich, der Schweiz, Belgien, Deutschland, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, England, Frankreich, Italien, Holland und Bulgarien, um über den Chiemsee Reggae Summer 2009 zu berichten.

Bis Mittwoch werden voraussichtlich die Abbau- und Aufräumarbeiten dauern. Dank 35.000 an die Besucher verteilte Müllsäcke und 250 Mülltonnen auf dem Gelände, wurde die Umweltverschmutzung stark vermindert. Und auch die Schäden auf dem Grundstück sind laut Besitzer Rudi Steiner nicht schwerwiegend und schnell wieder zu beheben. Wenn dann am Mittwoch die letzten Gefährte und Crew-Mitglieder vom Gelände abrücken, wird die Festivalhochburg Übersee wieder zu dem, was sie im übrigen Jahr ist: ein ruhiges, idyllisches Voralpendorf am Bayerischen Meer – bis zum 16. Chiemsee Reggae Summer!

Pressemitteilung

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