Fall Williamson geht in die nächste Instanz

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Bischof Richard Williamson

Regensburg - Bischof Richard Williamson muss sich Ende November erneut wegen seiner hoch umstrittenen Äußerungen zum Holocaust vor Gericht verantworten.

Das Amtsgericht Regensburg hatte den Bischof der ultrakonservativen Piusbruderschaft im April wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 10 000 Euro verurteilt - dagegen legten sowohl sein Verteidiger als auch die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Jetzt wird die nächste Instanz den Fall verhandeln. Zum Prozess vor dem Regensburger Landgericht werde der 70-Jährige wohl erscheinen, sagte sein Verteidiger Matthias Loßmann am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. “Ich gehe davon aus, dass die Piusbrüder ihn diesmal nicht daran hindern werden.“

Der britische Bischof hatte in einem Fernsehinterview mit dem schwedischen Fernsehen den Massenmord an den Juden in der Zeit des Nationalsozialismus bestritten und unter anderem gesagt: “Ich glaube nicht, dass sechs Millionen Juden vergast wurden.“

Da das Interview im deutschen Priesterseminar der ultrakonservativen Piusbrüder in Zaitzkofen (Landkreis Regensburg) aufgezeichnet wurde, ist die Regensburger Justiz zuständig. Der Fall hatte die gesamte katholische Kirche in eine schwere Krise gestürzt, weil der Papst Anfang 2009 Williamsons Exkommunikation aufhob. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch der Inhalt des Interviews bekannt.

dpa

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