Fall Williamson liegt nun beim Landgericht

Regensburg - Das Regensburger Landgericht bereitet derzeit einen Berufungsprozess gegen den britischen Holocaust-Leugner Richard Williamson vor.

Die Unterlagen zu dem Fall seien kürzlich bei der zuständigen Richterin eingegangen, sagte ein Sprecher des Gerichtes der Nachrichtenagentur dpa. Die Richterin müsse nun die Unterlagen zunächst prüfen. Einen Termin für einen neuen Prozess gibt es daher noch nicht.

Das Amtsgericht Regensburg hatte den Bischof der umstrittenen Piusbruderschaft im April zu einer Geldstrafe von 10 000 Euro verurteilt. Daraufhin hatten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Verteidiger von Williamson Berufungsanträge eingereicht. Williamsons Rechtsanwalt hatte im Prozess einen Freispruch für seinen Mandanten verlangt. Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst in einem Strafbefehls-Antrag und dann in der Verhandlung eine Geldstrafe von 12 000 Euro in 120 Tagessätzen zu 100 Euro gefordert.  Die Amtsrichterin hatte Williamson, der nicht an dem Prozess teilnahm, allerdings nur zu 100 Tagessätzen wegen Volksverhetzung verurteilt.

dpa

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