Polizei München warnt die Bevölkerung

Falsche Polizeibeamte treiben ihr Unwesen: Frau (71) verliert Geld im vierstelligen Bereich

Haidhausen - Gestern Mittag fiel eine 71-Jährige aus Haidhausen auf Trickbetrüger rein, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Dabei stahlen die zwei Betrüger der Dame mehrere Tausend Euro Bargeld.

Die Pressemeldung des Polizeipräsidiums München im Wortlaut:

Am Montag, 30. November , gegen 13.00 Uhr, kam es in der Haidhauser Straße zu einem Trickbetrug durch falsche Polizeibeamte. Zwei bislang unbekannte männliche Täter sprachen eine über 80-jährige Rentnerin aus München an und gaben an Polizeibeamte zu sein. Sie wiesen sich mit einem falschen Polizeidienstausweis aus. Unter Vortäuschen falscher Tatsachen gelangten die beiden Unbekannten in die Wohnung der Rentnerin.

Im weiteren Verlauf lenkte einer der beiden Täter die Münchnerin ab, während der andere die Räumlichkeiten nach Wertgegenständen durchsuchte. Nach nur wenigen Minuten verließen die beiden Täter die Wohnung in unbekannte Richtung. Die Rentnerin kontrollierte ihre Sachen und musste feststellen, dass ihr aus der Wohnung mehrere Tausend Bargeld entwendet wurden. Sie informierte einen Nachbarn, der sofort die Polizei verständigte. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen bislang erfolglos.

Die Täter wurden wie folgt beschrieben:

Täter 1:
Männlich, 38 Jahre alt, 170 cm groß, südländische Erscheinung, schlank, schwarze, kurze Haare, sprach deutsch mit ausländischem Akzent

Täter 2:
Männlich, 38 Jahre alt, 170 cm groß, südländische Erscheinung, schwarze, kurze Haare, braune Augen, sprach deutsch mit ausländischem Akzent

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Warnhinweise:
Die Polizei warnt vor dem Auftreten falscher Polizei- oder Kriminalbeamter. Polizeibeamte in zivil legitimieren sich stets durch Vorzeigen des Dienstausweises. Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden oft den Trick, dass sie mitteilen, es wäre in der Nachbarschaft eingebrochen worden und sie müssten in der Wohnung Geld- bzw. Schmuckaufbewahrungsörtlichkeiten sehen. Vergewissern Sie sich Bestenfalls durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt, noch bevor Sie einen Unbekannten in Ihre Wohnung einlassen!

Und denken Sie bitte immer daran: Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! In den letzten beiden Tagen wurden der Polizei über 150 Anrufe durch falsche Polizeibeamte im gesamten Stadtgebiet und im Landkreis München gemeldet.

Wir gehen noch von einer viel höheren Dunkelziffer aus. Außerdem rechnen wir damit, dass sich dieser Trend noch bis Weihnachten fortsetzen wird. Alle angerufenen Personen gingen nicht auf die Forderungen der Anrufer ein und sie benachrichtigten sofort die Polizei über den Notruf 110.

Die Pressemeldung des Polizeipräsidiums München

Rubriklistenbild: © picture alliance/Martin Gerten/Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Montage)

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