Falscher Polizist attackiert Rentnerin: acht Jahre Haft

Aschaffenburg - Wegen einer Messerattacke auf eine Rentnerin hat das Landgericht Aschaffenburg einen 33-jährigen Mann zu einer Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt.

Der Angeklagte hatte sich im vergangenen Juli als Kripobeamter ausgegeben und war so in die Wohnung der 80-Jährigen gelangt. Dort hatte der Postzusteller sein Opfer mit einem Messer verletzt, gewürgt und eine Treppe hinuntergestoßen haben, um an Geld zu kommen. Die Frau erlitt bei dem Angriff Schnittwunden und Prellungen.

Das Gericht wertete die Tat am Montag als versuchten Mord. Außerdem wurde der geständige Angeklagte wegen schweren Raubes, gefährlicher Körperverletzung und Computerbetrugs verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre und drei Monate Haft verlangt sowie eine Unterbringung des 33-Jährigen in einer Psychiatrie. Die Verteidigung hatte auf sieben Jahre und zehn Monate Freiheitsstrafe plädiert.

Bereits im Mai 2010 war der 33-Jährige in die Wohnung der 80-Jährigen und ihres Mannes eingebrochen sein. Dort schloss der Postzusteller das Ehepaar im Schlafzimmer ein und stahl dessen Geldkarten samt Geheimnummern. Danach hob der Angeklagte 4000 Euro von den Konten des Paares ab.

dpa

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