Polizei warnt wiederholt in der Region

Falscher Polizist zockt Münchnerin um Viertelmillion Euro ab - mit diesem Trick

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Zockte eine Münchnerin ab: falscher Polizist (Symbolbild).

München - Eine 88-jährige Münchnerin ist auf die Betrugsmasche eines falschen Polizisten hereingefallen und um fast eine Viertelmillion Euro gebracht worden.

Drei Verdächtige konnten festgenommen werden, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Insgesamt dreimal war die Seniorin Anfang April von einem Unbekannten kontaktiert worden, der sich als Polizist ausgab und behauptete, dass Geld und Wertgegenstände der Frau in Gefahr seien.

Nach dem ersten Anruf legte die 88-Jährige auf Anweisung mehrere Zehntausend Euro in einen Umschlag vor die Tür. Am Tag darauf holte sie Bargeld, Gold und Schmuck aus ihrem Bankschließfach und deponierte es wieder zur Abholung für den angeblichen Polizisten.

Betrüger konnten festgenommen werden

Bei einem erneuten Anruf sollte die Rentnerin nochmals mehrere Zehntausend Euro von ihrem Konto abheben. Die Auszahlung war wegen eines Limits begrenzt, außerdem alarmierten aufmerksame Bankmitarbeiter die Polizei.

Bei den Ermittlungen konnten wenige Tage später ein 23-Jähriger aus dem Kreis Recklinghausen und ein 45-Jähriger aus München bei einer Geldübergabe in Sendling-Westpark festgenommen worden. Laut Polizei stammt das Geld wohl aus Straftaten, die mit der Betrugsmasche begangen wurden.

Außerdem konnte ein 28-Jähriger Münchner gefasst werden, der als Organisator beteiligt gewesen sein soll. Die Verdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. Bei einer Wohnungsdurchsuchung konnte der Schmuck der Seniorin und ein Teil des Geldes sichergestellt werden.

Falsche Polizisten treiben auch in der Region ihr Unwesen

Auch in der Region versuchen immer wieder falsche Polizisten an die Wertsachen ihrer Opfer zu kommen. Die Masche der Betrüger ist dabei fast immer dieselbe: Der Anrufer stellt sich als Polizeibeamter oder auch anderer behördlicher Vertreter vor und erklärt, dass bei dem Angerufenen ein Einbruch geplant sei beziehungsweise in der Nähe Einbrecher festgenommen worden seien. 

Aus diesem Grund solle dieser sein Barvermögen und seinen Schmuck in Sicherheit bringen. Ein Kollege könne alles abholen, es wäre aber auch möglich, Geld und Schmuck im Umfeld des Anwesens zu verstecken. Die Warnungen seitens Polizei und Medien scheinen jedoch ihre Wirkung erzielt zu haben: Immer öfter scheitern die Betrüger mit ihrer Masche.

mh/dpa/lby

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