Feuerwehreinsätze in Waldkraiburg

Parkplätze wurden zu gefährlicher Rutschbahn: Ursache weiter unklar

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Eine eigenartige Flüssigkeit befindet sich auf den Parkplätzen in Waldkraiburg.
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    Markus Zwigl
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Waldkraiburg - Viele Menschen staunten am Dienstag nicht schlecht, als sie feststellten, dass der Lidl-Parkplatz gesperrt wurde bzw. Autos auf dem Parkplatz der Firma MD Elektronik oder Haldenwanger mit Dampfstrahlern abgespritzt wurden. 

UPDATE, Mittwoch, 7 Uhr:

Die Ursache für die Panne ist weiterhin unklar, wie der Mühldorfer Anzeiger am Mittwoch nun berichtet. Zudem stellte Waldkraiburgs Polizeichef Georg Deibl im Gespräch mit der Zeitung klar, dass ausschließlich die besagten Parkplätze, aber keinerlei Fahrbahnen im Stadtgebiet von dem Vorfall betroffen waren.

Neben der Feuerwehr Waldkraiburg standen auch die anderen Stadtteil-Feuerwehren aus Ebing, Pürten und St. Erasmus im Einsatz. Sie wurden nach dem ersten Vorfall nachalarmiert.

Die Erstmeldung:

Einige Unternehmen in Waldkraiburg lassen ihre Parkplätze von einer privaten Firma mit Streumittel bearbeiten. Dies soll zur Sicherheit dienen. Doch zu Beginn des Winters am Dienstagmorgen scheint es allerdings so, als habe der Winterdienst das falsche Streumittel eingepackt. Das auf den Parkplätzen eingesetzte Mittel entwickelte sich mit zunehmender Zeit zu einer Art "Schmierseife". 

Die geteerten Flächen sind duch den Einsatz des Mittels spiegelglatt. Der eigenartige Rohstoff bleibt sowohl an den Schuhen als auch Reifen sofort kleben. 

Deshalb wurde der Parkplatz beim Lidl komplett gesperrt und immernoch von der Feuerwehr gereinigt. Bei der Firma MD Elektronik und auch bei der Firma Haldenwanger werden die Autoreifen von allen Besuchern, welche das Gelände verlassen, abgespritzt und gewaschen.

Schleimige Schicht macht Straßen in Waldkraiburg spiegelglatt

Pressemeldung der Stadt Waldkraiburg

"Die von den Firmen Lidl, Haldenwanger und MD-Elektronik beauftrage Firma für den Winterdienst, verwendete auf den zu streuenden Parkflächen falsches Streugut und verursachte dadurch eine rutschige, klebrige Oberfläche. Dadurch kam es im Laufe des heutigen Tages zu leichten Unfällen auf den betroffenen Flächen. Diese mussten daraufhin gesperrt werden.

Die Freiwillige Feuerwehr und die Stadtverwaltung weisen ausdrücklich darauf hin, dass nach Rücksprache mit anderen Fachstellen und dem Hersteller des verwendeten Stoffes weder eine gesundheitliche noch eine umweltschädliche Gefährdung besteht. Bei einem Hautkontakt müssen die betroffenen Körperstellen lediglich mit Seife und viel Wasser gereinigt werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Waldkraiburg ist bemüht den betroffenen Firmen bei der Beseitigung des Stoffes durch unterstützende Maßnahmen behilflich zu sein. Dies bedeutet, dass die Reinigung mit hohem Wasserdruck und großer Wassermenge erfolgen kann."

Pressemeldung Stadt Waldkraiburg

Quelle: innsalzach24.de

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