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Familienpate werden und Eltern entlasten

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Familienpaten können Eltern entlasten
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Landkreis - Viele Eltern im Landkreis sind auf sich alleine gestellt, weil beispielsweise die Großeltern weit weg oder gesundheitlich angeschlagen sind. Eine Familienpatenschaft kann helfen.

Viele Eltern haben aus verschiedenen Gründen keine Betreuung für ihren Nachwuchs und schrammen daher oftmals an der Belastungsgrenze entlang. Es kann dabei schon helfen, wenn sich hin und wieder ein ehrenamtlicher Familienpate ein oder zwei Stunden um das Kind kümmert, während Mutter oder Vater zum Arzt, zur Weiterbildung oder zum Einkaufen müssen.

Der SkF-Sozialdenst katholischer Frauen e.V. Südostbayern organisiert daher in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Koki Netzwerk frühe Kindheit, und der Bundesstiftung Frühe Hilfen Familienpatenschaften im Landkreis.

Warum gibt es Familienpatenschaften?

Schöne Zeit zu dritt: Familienpaten unterstützen überlastete Eltern

Weil das Leben mit Kindern zur „Herausforderung“ werden kann, die mitunter zur Belastung wird, wenn familiäre Unterstützung fehlt. Insbesondere Alleinerziehende und zugezogene Familien stehen vor der Aufgabe Alltag, Berufs- und Familienleben zu organisieren. Dabei brauchen nicht alle Familien dauerhaft professionelle Beratung und Unterstützung, sondern soziale Kontakte und konkrete lebenspraktische Unterstützung, die entlastend wirkt. Und da setzen Familienpatenschaften an. Auch für Familien mit Migrationshintergrund stellen sich viele Herausforderungen. Kindergarten, Schule, Leben auf zu engem Raum, Arbeit, nicht zu vergessen die sprachlichen Schwierigkeiten lassen sich mit einer sich hier auskennenden Person, die mal etwas erklärt oder die Kindern einfach mit auf den Spielplatz nimmt, viel besser annehmen und verstehen.

Wie sieht so eine lebenspraktische Unterstützung konkret aus?

Die PatInnnen bringen sich als Unterstützer und Gesprächspartner mit ihren Erfahrungen und Fähigkeiten ein und interessieren sich für familiäre und erzieherische Themen. Konkret kann das z.B. bedeuten, Hilfen zur Versorgung von Säuglingen/Kleinkindern anzubieten, die Kinder durch Spazieren gehen, Spielen oder vorlesen zu betreuen oder gemeinsame Ausflüge mit der ganzen Familie zu unternehmen. Auch die Begleitung zu Behörden kann Teil einer Patenschaft sein und/oder das Erklären von Briefen, was bei (ausländischen) Familien gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Sprachförderung leistet.

Wer kann Familienpate werden?

Männer & Frauen, die Kinder mögen und offen sind, für andere Lebenswelten und Kulturen. Menschen, die Einfühlungsvermögen mitbringen und die Bereitschaft, das eigene Denken und Handeln zu reflektieren. In einem Gespräch wird die Eignung als Pate/Patin ermittelt.

Wie kommen der Pate/die Patin und die Familie zusammen?

Es wird berücksichtigt, was der Pate leisten will und kann und was die Familie braucht. Passt das zusammen, kommt es zu einem sogenannten „matching“ und die Patenschaft kann beginnen.

Ein Beispiel:

Eine junge Frau aus dem Irak, verheiratet, drei Kinder im Alter zwischen 2 und 5 Jahren, vor zwei Monaten frisch entbunden. Die Familie lebt in einer 2-Zimmer Wohnung, der Mann arbeitet. Eine Patin, die es sich vorstellen kann, einfach mal Nachmittags mit den kleineren Kindern auf den Spielplatz zu gehen, oder auch mal einen Ausflug zu machen, einen Tee mit der

Mutter zu trinken, die kaum das Haus verlässt, weil sie nicht weiß, wo und wie sie etwas unternehmen könnte. Mit ihr zu sprechen, sie zu ermutigen. Hier ist eine Familienpatin, die ein paar Stunden in der Woche Zeit hat, erst die Familie kennenzulernen, und dann wie oben beschreiben zu unterstützen, “ Gold wert“. Denn sowohl für die Familie ist es eine große Erleichterung mal jemanden da zu haben, der sich hier auskennt und vorurteilsfrei agiert. Die Mutter kann entspannen, was sich beruhigend auf die Kinder auswirkt und nicht zuletzt für die Integration als solche eine lohnenswerte wertvolle Aufgabe ist. 

Dieses Beispiel lässt sich genauso übertragen auf Familien, die keinen Migrationshintergrund haben, sondern schon immer im Landkreis leben.

Interesse? Hier können Sie sich melden:

Inntal: B.A. Päd. Sarah Nöfer unter 0157-37131109 oder familienpateninntal@skf-prien.de 

Chiemgau: Dipl.Soz.päd. Eva Götz-Huber, 08051/62110 oder 0157-32482720 oder familienpatenchiemgau@skf-prien.de 

www.skf-prien.de

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