Faschingswagen überrollt Wasserburger

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Der Faschingswagen "Holzfäller extrem" aus Pfaffing und das 20-jährige Unfallopfer kurz vor dem Zwischenfall

Haag/Wasserburg - Die Haager sind immer noch geschockt. Bei ihrem Faschingsumzug wurde ein 20-Jähriger aus Wasserburg überrollt. Dieses Foto zeigt Wagen und Opfer kurz vor dem Unglück.

Das 20-jährige Unfallopfer stammt aus Wasserburg und war als Zugbegleiter für den Faschingswagen "Holzfäller extrem" aus Pfaffing für die Sicherheit verantwortlich. Laut Polizei ging der junge Mann auf der linken Seite des Faschingswagens und wollte eigentlich verhindern, dass Zuschauer zu nahe an das Brauchtumsgespann kommen. Aus bislang unbekannten Gründen geriet der Begleiter ins Stolpern, stürzte und kam mit beiden Beinen unter den Anhänger. Unmittelbar darauf wurden beide Beine überrollt. Dabei brach sich der 20-Jährige Ober- und Unterschenkel.

Der genaue Unfallhergang ist bislang nicht geklärt. Fest steht nur: Der Wasserburger  war nicht betrunken. Bei einer Blutentnahme wurde kein Alkohol festgestellt.

Der 20-Jährige ist mittlerweile wieder bei Bewusstsein und wird stationär im Krankenhaus betreut.

Wie und warum er unter die Räder des  Anhängers gekommen ist, muss die Polizei noch klären, aber eine Fremdeinwirkung ist nach derzeitigem Ermittlungsstand auszuschließen.

Der Unfall von 2009

2009 war es beim Haager Gaudiwurm schon einmal zu schweren Unfall gekommen: Am Faschingsdienstag vor zwei Jahren wurde ein 20-jähriger Pfaffinger auf dem Heimweg bei Tulling an der Landkreisgrenze zwischen Rosenheim und Ebersberg von einem Traktor überrollt, der den Faschingswagen des Jakobneuhartinger Burschenvereins zog. Der junge Mann starb noch an der Unfallstelle. Der 27-jährige Bulldogfahrer war nach Angaben der Polizei absolut nüchtern. Im Oktober 2010 wurde er dennoch wegen fahrlässiger Tötung zu 100 Tagessätzen à 60 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot verurteilt.

Das Gericht befand, er habe seine Sorgfaltspflicht verletzt. Die Bremsen des Anhängers waren defekt, das Profil der Reifen stark abgetragen, lautete das Gutachten des Sachverständigers. Zudem sei der Fahrer mit 46 km/h gefahren. Er habe damit die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h überschritten. Wäre die Geschwindigkeit eingehalten worden und wären die Mängel nicht gewesen, so sei der Unfall vermeidbar gewesen.

aj/ls/mk

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