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Massive Kritik wegen Wegfall von Schutzmaßnahmen

Fast alle Corona-Regeln weg: Werden Schüler nun gemobbt?

Maskenpflicht Corona Schule Schulgelände
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Maskenpflicht in der Schule.

Berlin/München – Am Sonntag (3. April) sind fast alle Corona-Schutzregeln weggefallen. Angesichts hoher Infektionszahlen bleibt dieser Weg in der Politik jedoch sehr umstritten. Und Lehrerverbände haben jetzt eine deutliche Warnung ausgesprochen.

Schüler, die nun trotz Wegfall der entsprechenden Pflicht weiter freiwillig eine Maske tragen wollen, könnten nun gemobbt werden, hieß es (News-Ticker Montag, 4. April). „In der Tat droht jetzt die Gefahr, dass einerseits Kinder, die Maske tragen, von Mitschülern als Weicheier und überängstlich gehänselt werden oder auch umgekehrt Druck auf Nicht-Maskenträger ausgeübt wird“, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. Auch die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, warnte, dass „das Thema ‚Maske ja oder nein‘ in jedes Klassenzimmer getragen wird und damit Schulfrieden und Lernerfolg der Schüler gefährde“.

Von der Ampel-Koalition wurde der Wegfall fast aller Corona-Schutzmaßnahmen – trotz weiterhin sehr hoher Infektionszahlen – dagegen verteidigt. Dies sei ein wichtiger und erfreulicher Schritt in Richtung Normalität, sagte der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki: „Wir vollziehen das nach, was auch in den europäischen Nachbarländern zum Teil schon seit längerem umsetzt wird.“ FDP-Parteichef Christian Lindner ergänzte, dass „empfindliche Freiheitseinschränkungen im ganzen Land nicht mehr verhältnismäßig“ seien. Allerdings sei die Pandemie noch nicht vorbei, betonte Lindner.

„Das ist ein Flugzeugabsturz jeden Tag...“

Von anderen Seiten hagelte es Kritik. „In einer Zeit mit sehr hohen Infektionszahlen ist es verfrüht, fast alle Schutzmaßnahmen zu beenden“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. Die Chefin der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna rief dazu auf, in Innenräumen weiter Maske zu tragen: „Gerade in Supermärkten und Restaurants sind Masken weiterhin von großer Bedeutung, um Infektionen einzudämmen.“ Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) riet dies ebenfalls: „Das Risiko, sich zu infizieren, ist selten höher gewesen als jetzt“. Der Minister verwies im Deutschlandfunk auf die weiterhin 200 bis 300 Menschen, die täglich im Zusammenhang mit Corona sterben. „Das ist nicht akzeptabel. Das ist ein Flugzeugabsturz jeden Tag“, so Lauterbach.

Am Sonntag (3. April) sind durch das geänderte Infektionsschutzgesetz zahlreiche Auflagen weggefallen - darunter auch der Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) oder für Geimpfte und Genesene (2G). rosenheim24.de hatte bereits darüber berichtet. Eine Maskenpflicht ist fast bundesweit nur noch in Praxen, Pflegeheimen, Kliniken, Bussen, Flugzeugen und Bahnen sowie Tests beispielsweise in Schulen möglich. Zahlreiche Einzelhandelsketten haben bereits erklärt, auf die Maskenpflicht zu verzichtenunter anderem Edeka, Lidl, Aldi, Kaufland oder Mediamarkt.

mw

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