Fast gleichzeitig: Zwei schwere Unfälle

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Bischofswiesen - Zwei schwere Unfälle mit insgesamt drei Motorrädern und einem Auto ereigneten sich fast zeitgleich am Sonntag im Bereich Bischofswiesen: **Polizeimeldung**

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Den ganzen Sonntag über war das Rote Kreuz im Landkreis nahezu pausenlos im Einsatz. Kurz nach 16 Uhr ereigneten sich im Gemeindebereich von Bischofswiesen fast zeitgleich zwei schwere Verkehrsunfälle mit insgesamt vier zum Teil schwer Verletzten, wobei die Leitstelle Traunstein erneut zur Unterstützung des Rettungsdienstes die ehrenamtlichen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Bereitschaften Berchtesgaden und Bad Reichenhall alarmieren musste.

Gegen 16.10 Uhr krachte es in der Engedey: Nach Angaben der Berchtesgadener Polizei wollte ein 25-jähriger Autofahrer aus Sachsen von der B305 nach links in die Gemeindestraße Stangerberg abbiegen, wobei er einen entgegenkommenden 52-jährigen Kradfahrer aus Traunstein übersah. Das Motorrad prallte ungebremst frontal gegen das Auto, woraufhin der Fahrer über den Pkw geschleudert wurde und schwer verletzt auf der Straße liegen blieb. Hinzukommende Verkehrsteilnehmer, darunter eine Krankenschwester, ein Bergwachtmann und ein Sanitäter der BRK-Bereitschaft leisteten sofort Erste Hilfe und setzten einen Notruf ab, woraufhin die Leitstelle Traunstein das Rote Kreuz mit dem Berchtesgadener Notarzt, einem Rettungswagen und einem Krankenwagen losschickte. Der Autofahrer wurde leicht verletzt und erlitt einen Schock; der Motorradfahrer musste notärztlich versorgt und mit dem nachgeforderten Notarzthubschrauber „Martin 6“ aus Saalbach zum Klinikum Traunstein geflogen werden. Den Autofahrer brachte eine Krankenwagen-Besatzung des Roten Kreuzes in die Kreisklinik Bad Reichenhall; aufgrund eines Fahrzeugdefekts musste ein zweiter Krankenwagen anfahren. 15 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bischofswiesen sicherten die Unfallstelle ab, regelten den Verkehr und reinigten die Fahrbahn von ausgelaufenen Betriebsstoffen. Beamte der Polizeiinspektion Berchtesgaden waren zur Unfallaufnahme vor Ort.

Motorrad prallt gegen Auto

Nahezu gleichzeitig stießen auf der Loipler Straße zwei Motorradfahrer zusammen, wobei einer schwer und der andere mittelschwer verletzt wurde. Den polizeilichen Ermittlungen zufolge hatte sich sowohl der talwärts als auch der bergwärts fahrende Biker nicht an das Rechtsfahrgebot gehalten, woraufhin beide in einer scharfen Kurve kollidierten. Die Leitstelle schickte den zweiten Berchtesgadener Notarzt, den Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ und die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) der BRK-Bereitschaft Berchtesgaden zum Unfallort. Zwei Bischofswiesener Feuerwehrmänner kamen als Ersthelfer an die Unfallstelle und kümmerten sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um die Patienten. Der Pilot von „Christophorus 6“ musste wegen hoher Bäume rund 200 Meter vom Einsatzort entfernt auf der rund 20 Grad steilen Loipler Straße landen, wo die Besatzung den schwer verletzten Kradfahrer übernahm und dann zum Landeskrankenhaus Salzburg flog. Den mittelschwer Verletzten brachte die BRK-Bereitschaft Berchtesgaden unter Notarztbegleitung per Rettungswagen zur Kreisklinik Bad Reichenhall. 15 Mann der Feuerwehr Bischofswiesen sperrten während der Rettungsarbeiten die Loipler Straße ab, leiteten den restlichen Verkehr um, sicherten die Unfallstelle ab und banden ausgelaufene Betriebsstoffe.

Zwei Motorräder stoßen zusammen

Im gesamten Landkreis war das Rote Kreuz am Sonntag nahezu pausenlos bei Unfällen und internen Notfällen gefordert. Aufgrund des besonders hohen Einsatzaufkommens mussten die ehrenamtlichen Sanitäter der BRK-Bereitschaften Berchtesgaden und Bad Reichenhall bei insgesamt sechs Notarzt-Einsätzen und zwei Sicherheitsabstellungen den Rettungsdienst unterstützen, wobei sie in der Schönau einen intern erkrankten Patienten erfolgreich wiederbeleben konnten. Insgesamt waren acht Ehrenamtliche mit vier zusätzlichen Fahrzeugen unterwegs und zum Teil mehrere Stunden lang gefordert. Vier verschiedene Notarzt- und Rettungshubschrauber aus Traunstein, Salzburg, Saalbach und St. Johann im Pongau wurden zum Teil mehrmals angefordert, um vom Roten Kreuz versorgte Patienten in Schwerpunkt-Kliniken zu transportieren.

Markus Leitner/BRK BGL

Quelle: BGland24.de

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