Fast jeder Fünfte in Bayern mit Migrationshintergrund

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München - Fast jeder fünfte Einwohner Bayerns hat nach Angaben des Statistik-Landesamtes einen Migrationshintergrund. Im Jahr 2010 seien dies rund 2,4 Millionen der 12,5 Millionen Einwohner im Freistaat gewesen.

Das Landesamt hat den Begriff Migrationshintergrund bei der Statistik aber weit gefasst: Darunter fallen Männer und Frauen, die keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, die seit 1950 aus dem Ausland zugewandert sind oder die einen Elternteil ohne deutschen Pass haben beziehungsweise bei denen mindestens Vater oder Mutter zugewandert ist.

Von den Einwanderern und deren Kindern hat nach den Zahlen der Behörde inzwischen jeder Zweite die deutsche Staatsangehörigkeit. Das bei den Zuwanderern am häufigsten genannte Herkunftsland war die Türkei (189 000), gefolgt von Rumänien (149 000) und der Russischen Föderation (135 000). Viele Migranten sind schon relativ lange in der Bundesrepublik: “Rund 43 Prozent (729 000) der in Bayern lebenden Migranten, die selbst nach Deutschland zugewandert sind, lebten bereits 20 oder mehr Jahre in Deutschland. Rund 10 Prozent (161 000) hingegen waren mit einer Aufenthaltsdauer von unter 5 Jahren erst relativ kurz im Land.“

Auffällig ist das Alter der Einwanderer: Ihr Durchschnittsalter beträgt 35,8 Jahre. Das Alter der Bürger ohne Migrationshintergrund lag mit durchschnittlich 44,7 Jahren knapp neun Jahre höher.

dpa

Rubriklistenbild: © ap

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