Pressemitteilung Bayrisches Staatsministerium

Joachim Herrmann ist zufrieden mit dem Einsatz der Hilfskräfte

Bayern - Der Innenminister Joachim Herrmann zog nun ein Fazit zum Schneeeinsatz in Bayern. Er zeigt sich zufrieden mit dem Einsatz der Hilfskräfte, will aber auch das Hilfeleistungssystem für die Zukunft weiter ausbauen.

 "Die Katastrophenschutzbehörden in den betroffenen Landkreisen haben genau richtig reagiert und die erforderlichen Maßnahmen frühzeitig eingeleitet. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren, freiwilligen Hilfsorganisationen, des Technischen Hilfswerks, Lawinenkommissionen, der Bayerischen Polizei, der Bundespolizei sowie der Bundeswehr haben mit hohem Einsatzwillen und Tatkraft Enormes für die Sicherheit der Bevölkerung geleistet. Vergelt´s Gott hierfür!“ 

Mit diesem Dank an Einsatzkräfte und Katastrophenschutzbehörden zog Bayerns Innenminister Joachim Herrmann eine erste Bilanz der Hilfseinsätze, die während der Schnee-Katastrophe am Anfang dieses Jahres zu bewältigen waren. Heftiger Schneefall, Sturm und einsetzendes Tauwetter hatten in der ersten Januarhälfte vor allem im südlichen Oberbayern, im Allgäu und im Bayerischen Wald zu einer ernsten Gefahrenlage geführt. Die oberbayerischen Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Berchtesgadener Land und Traunstein mussten sogar den Katastrophenfall feststellen. Täglich befanden sich bis zu 10.000 Helfer im Einsatz. Herrmann: "Hochgerechnet auf die lang andauernde Gefährdungslage summierte sich die Arbeit der Einsatzkräfte in den stark gefährdeten Gebieten auf mehr als 70.000 Einsatztage."

Überörtliche Hilfe kam aus ganz Bayern

Darin berücksichtigt ist auch die überörtliche Hilfe von 24 Hilfeleistungskontingenten aus Oberbayern, Niederbayern, der Oberpfalz und Mittelfranken, in deren Rahmen allein über 2500 Einsatzkräfte tatkräftige Unterstützung in den Katastrophengebieten leisteten, sowie weiterer Einsatzkräfte aus Österreich. Die gemeindlichen Lawinenkommissionen und der Lawinenwarndienst sorgten mit fundierten Warnungen und Beratungen zudem dafür, dass die einheimische Bevölkerung, die zahlreichen Wintertouristen und auch die Einsatzkräfte vor Schlimmerem bewahrt wurden. „Die Leistungsfähigkeit unseres Hilfeleistungssystems hat sich in dieser Gefahrenlage wieder einmal eindrucksvoll bewährt", so der bayerische Innenminister. "Wir ziehen daraus auch unsere Schlüsse: Wir müssen und wir werden den Katastrophenschutz gerade angesichts der Bedrohungslagen weiter stärken und ausbauen. Jeder Euro Investition in diesen wichtigen Bereich bedeutet ein Mehr an Schutz und Sicherheit für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger."

Zwei Tote im Katastrophengebiet

Lawinenabgänge in den Bergen, Schneelast auf Dächern und Bäumen sowie gesperrte Straßen stellten die größten Herausforderungen dar. Zeitweise fiel allein in einer Nacht bis zu einem Meter Neuschnee, hinzu kam starker Wind. Die teilweise milden Temperaturen, die nachts nur knapp unter null Grad Celsius lagen und tags oft leicht darüber, sorgten dafür, dass der Schnee eine hohe Dichte hatte und damit extrem schwer wurde. Vielerorts stürzten Bäume unter ihrer Schneelast um und blockierten die Straßen. Ortsteile und ganze Ortschaften waren durch Lawinenabgänge und Straßensperrungen von der Außenwelt abgeschnitten oder nur für Einsatzkräfte über eine Notzufahrtstraße zugänglich. Die Vielzahl von Einsatzstellen war auch der Grund, weshalb in fünf Landkreisen der Katastrophenfall ausgerufen wurde. Im Zusammenhang mit der Extremwetterlage waren zwei Todesopfer zu beklagen: Ein neunjähriger Bub wurde von einem Baum erschlagen, der unter der Schneelast zusammenbrach. Der Fahrer eines Schneepflugs stürzte mit seinem Räumfahrzeug in die Isar und konnte nicht mehr gerettet werden.

Pressemitteilung Bayrisches Staatsministerium

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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