Schwerer Unfall bei München

Rad in Zugtür eingeklemmt: Mutter und Baby stürzen bei Rettungsaktion - beide im Krankenhaus

München - Am Donnerstag, 11. Juni, klemmten schließende S-Bahntüren ein Fahrrad ein. Bei der Rettungsaktion wurde die Mutter und ihr Baby verletzt.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Gegen 16 Uhr wollte eine Familie am S-Bahnhaltepunkt Feldafing mit ihren Rädern aus der S-Bahn Richtung Tutzing aussteigen. Die 34-Jährige Mutter schob ihr Fahrrad, auf dem in einem Kindersitz angegurtet eines der Kinder (6 Monate) saß, mit dem Vorderrad über die Türschwelle der S-Bahn. Noch bevor sie das Rad ganz heraus gehoben hatte schlossen sich die Türen der S-Bahn und klemmten einen Teil des Hinterrades ein. Der noch in der S-Bahn befindliche Ehemann trat und drückte gegen den im Inneren der S-Bahn befindlichen Fahrrad-Teil. Die Mutter zog von außen. Durch den Kraftaufwand gelang es schließlich das Hinterrad zu lösen und das Fahrrad stürzte durch den Schwung samt Mutter und Kind, das einen Fahrradhelm für Kleinkinder trug, auf den Bahnsteig.

Mehrere bisher unbekannte Reisende waren sofort zur Stelle, halfen der Mutter und alarmierten Rettungskräfte. Die leichte Blutung aus dem Mund des kleinen Jungen konnte noch vor Ort gestillt werden. Zur weiteren Untersuchung brachte eine RTW-Besatzung Mutter und Sohn in ein Krankenhaus. Die 34-jährige Finnin erlitt Prellungen und Schürfwunden an der Schulter, der Junge trug nach derzeitigem Ermittlungsstand keine schwereren Verletzungen davon, blieb jedoch zwei Tage zur stationären Beobachtung dort.

Der deutsche Ehemann und die Tochter hatten es nicht mehr aus der S-Bahn geschafft. Der 38-Jährige informierte beim nächsten Halt den Triebfahrzeugführer über den Vorfall, den er nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht bemerkt hatte. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Die Bundespolizei bittet Zeugen, die Angaben zum Sachverhalt in der S-Bahn oder am Bahnsteig machen können, sich unter der Telefonnummer 089/515550-111 zu melden.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion München

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