Couragiertes Eingreifen an Feldmochinger Badesee

Junge (16) ertrinkt beinahe in Badesee - Freund (17) rettet sein Leben

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Feldmoching - Ein 16-Jähriger wäre am Freitag beinahe bei einem Badeunfall ertrunken. Es ist dem couragierten Eingreifen seines Freundes zu verdanken, dass der Junge überlebte. 

Pressemeldung im Wortlaut

Am Freitag, den 7. Juni, gegen 18 Uhr, wollte sich ein ein 16-Jähriger aus dem Landkreis München wegen der heißen Temperaturen im Feldmochinger See abkühlen. Augenscheinlich unterschätzte er dabei wie schnell das Ufer dort abfällt und verlor den Boden unter den Füßen, berichtet das Polizeipräsidium München in einer Pressemeldung. Sein 17-jähriger Begleiter erkannte demnach die Gefahrensituation sofort. Er griff beherzt ein und zog seinen Freund, der bereits untergegangen war zurück ans Ufer. Zu diesem Zeitpunkt war der 16-Jährige schon nicht mehr ansprechbar.

"Durch unverzüglich eingeleitete erste Hilfemaßnahmen des Freundes, kam der 16-Jährige wieder zu Bewusstsein", berichtet die Polizei weiter. Der Rettungsdienst, der sofort alarmiert wurde, brachte den Jungen vorsichtshalber in ein Krankenhaus. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist es allein dem beherzten Eingreifen des 17-Jährigen zu verdanken, dass sein Freund den Badeunfall überlebte. 

Die Münchener Polizei weist außerdem auf die Gefahren an Gewässern hin. Gerade momentan, mit Beginn der Badesaison, lockt es zahlreiche Menschen an die nahegelegenen Badeseen. Es gilt vor allem zu bedenken Sie, dass gerade künstlich angelegte Seen plötzlich steil abfallen und man dann nicht mehr stehen kann. Nichtschwimmer sollten sich ausschließlich im überschaubaren Uferbereich aufhalten und niemals alleine ins Wasser gehen. Generell gilt: Man sollte sich nur an Uferabschnitten aufhalten, die von Rettungsschwimmern überwacht werden. Auch örtliche Hinweise, wie ein Badeverbot sollten immer eingehalten werden. Besondere Gefahr geht von Gewässern aus, deren Tiefe Sie nicht kennen, in diese sollte man niemals springen.

Immer wieder ertrinken Menschen in hiesigen Gewässern

Immer wieder kam es in den letzten Monaten zu tragischen Unglücken an Gewässern. Am 23. April erst starben zwei junge Männer bei Schönau am Königsse. Der Gebirgsjäger und sein Begleiter waren zu Besuch am See und ertranken auf tragische Art in einer Gumpe des Königsbachfalles

Kurz darauf, am 30 Mai, spielte ein junger Mann mit Freunden Fußball in Garching, als der Ball in die Alz fiel. Der 18-Jährige sprang hinterher, um den Ball aus dem Wasser zu holen und wurde von der Strömung erfasst. Eine Woche lang suchten Einsatzkräfte die Alz nach dem Verschwundenen ab, bis es am 7. Junitraurige Gewissheit gab und die Leiche des Trostbergers gefunden wurde. Wegen der aktuellen Schneeschmelze und des vorangegangenen Dauerregens sind die Fließgewässer besonders tückisch und reißerisch, oftmals kann man von außen das Risiko nicht erkennen. 

Zuletzt ertrank am 8. Juni ein 34-jähriger Mann im Löschweiher in Chieming. Er war in dem Weiher baden gegangen und untergegangen, Einsatzkräfte konnten nur noch seine Leiche finden

Während einem Lagerfeuer mit Freunden war in der Nacht vom 3. auf den 4. April ein 67-Jähriger bei Bruckmühl in die Mangfall gestürzt und untergegangen. Erst am nächsten Tag konnte der Mann aus dem Kreis Rosenheim im Fluss treibend entdeckt werden.

Im Jahr 2018 ertranken in Deutschland mindestens 504 Menschen. 435 Männer und Frauen, das sind rund 86 Prozent der Opfer, verloren in Flüssen, Bächen, Seen und Kanälen ihr Leben, so die traurige Bilanz der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Die meisten von ihnen ertranken in Bayern.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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