Fels-Drama: Ein ganzes Dorf ist schockiert

Stein an der Traun - Nachdem die 18-jährige Sopie und ihr Vater Peter B. beim Felssturz auf ihr Haus ums Leben kamen, ist Stein an der Traun schockiert.

Schockiert bleiben Passanten vor dem Trümmerhaufen stehen, der vor dem Felseinsturz am Montag noch ein Haus war.

Raimund Achner ist am Dienstagvormittag zum Ort der Tragödie gekommen. Im Fernsehen hat er von dem Einsturz gehört. "Ich war bestürzt und habe spekuliert, wer es sein könnte." Die Familie selbst hat der Mann aus Stein an der Traun nicht näher gekannt. "Ich weiß aber, dass der Mann irgendwo politisch aktiv war. Die Familie hat das Haus vor etlichen Jahren gekauft. Man grüßte sich." Obwohl er nicht viel mit der Familie zu tun hatte, macht das schreckliche Schicksal Raimund Achner betroffen. "Sprachlos, tiefstes Bedauern, Traurigkeit und machtlos", so bezeichnet er seine Gefühle. "Der Mensch ist klein in solchen Situationen."

Eine vorbeikommende Frau ist ähnlich schockiert: "Das ist schlimm, furchtbar, wir waren geschockt als wir davon gehört haben, ich habe die ganze Nacht dran denken müssen." Die Frau habe in einem Haus weiter vorne auch Bekannte. "Ich hatte schon Angst, dass sie es waren." Wenn man das Haus sehe, könne man sich gar nicht vorstellen, dass jemand leben geborgen werden konnte.

Der Pfarrer des Dorfes ist um 24 Uhr alarmiert worden und steht auch schockiert vor dem Trümmerberg. "Ich habe mich um die Großeltern der Familie gekümmert. Es war schrecklich." Der Pfarrer sieht aber auch die positive Seite: "Es ist schön, dass wenigstens zwei Leute geborgen werden konnten."

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Rubriklistenbild: © sf

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