Nach nur einem Jahr direkt in die dritte Klasse

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München - Der Modellversuch klappt bislang gut: An mehreren Schulen in Bayern wurden Erst- und Zweitklässler gemeinsam unterrichtet. Manche Kinder können damit sogar ein Schuljahr überspringen. Nun soll die sogenannte flexible Grundschule ausgeweitet werden.

Vom Herbst 2012 an werden sich 80 Schulen daran beteiligen. Damit werde der Unterricht stärker als bisher auf das einzelne Kind und seine Entwicklung ausgerichtet, teilte das Kultusministerium am Montag in München mit. Bei dem Modellversuch werden Kinder der ersten und zweiten Klasse gemeinsam unterrichtet. Je nach Lerntempo können sich die Schüler den Lernstoff in einem, zwei oder drei Jahren aneignen, bevor sie in die dritte Klasse wechseln. Bislang hatten sich bayernweit 20 Schulen mit insgesamt 51 Klassen daran beteiligt und nach Angaben des Ministeriums überwiegend gute Erfahrungen gesammelt.

Ein Großteil der Schüler braucht weiterhin zwei Jahre

1100 Kinder kamen im vergangenen Schuljahr in den Genuss des Modellprojektes. Rund ein Prozent wechselte nach Angaben des Ministeriums nach einem Jahr in die dritte Klasse, vier Prozent werden wohl drei Jahre in der Eingangsstufe bleiben. Der Rest durchläuft die Jahrgangsstufe wie bisher üblich in zwei Jahren.

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft lobte das Projekt. Auch Rektorin Sylvia Blank von der Grundschule Sankt Peter und Paul in Landshut kann dem Modellprojekt nach mehr als einem Jahr Erfahrung Gutes abgewinnen. “Die Lehrkräfte passen die Arbeitsaufträge auf Vorkenntnisse, Fähigkeiten und Bedürfnisse der einzelnen Kinder an“, sagte sie. Ihre Beobachtung bei den Kindern: Motivation und Neugier statt Langeweile und Schulfrust.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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