Dramatische Stunden in Ismaning

Bombe gesichert und abtransportiert

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Ismaning - Seit dem frühen Sonntagmorgen hat ein ungewöhnlicher Bombenfund Feuerwehr und Polizei in Ismaning in Atem gehalten. Nach dramatischen Stunden kam am Abend dann die Entwarnung.

Erst am späten Sonntagabend kam auf einer Pressekonferenz die Entwarnung. Die Bombe war kurz zuvor gesichert und abtransportiert worden. Sie soll nun an einem sicheren Ort in Oberschleißheim entschärft werden.

Der S-Bahnverkehr wurde wieder freigegeben, die evakuierten Anwohner konnten in ihre Häuser zurück.

Englischsprachige Schatzsucher, die seit Wochen schon in den Abendstunden mit Metalldetektoren unterwegs sind, hatten auf dem frisch beackerten Kartoffelfeld zwischen Sportpark und Gewerbegebiet Am Lenzenfleck im Norden Ismanings in 50 Zentimeter Tiefe eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt.

Fliegerbombe in Ismaning entdeckt

Das berichtete Bürgermeister Michael Sedlmair am Sonntag. Möglicherweise ist die Bombe kein Einzelstück.

Mit 120 Kilo Sprengmittel hatte diese Bombe die doppelte Sprengkraft der Schwabinger Bombe. Entsprechend liefen ab Entdeckung am Samstagabend die Vorsichtsmaßnahmen auf Hochtouren. Wie bei der Schwabinger Bombe war wieder die Kampfmittelbeseitigungsfirma Tauber vor Ort. Der eingesetzte Sprengmeister befürchtete nach der ersten Sichtung Sonntagmorgen, dass es sich nicht um einen leicht entschärfbaren Aufschlagzünder, sondern um einen gefährlichen Säurezünder handeln könnte. Das war dann doch nicht der Fall.

Anders als in Schwabing lag die Ismaninger Bombe aber glücklicherweise nicht im bewohnten Umfeld. Dennoch mussten schon in der ersten Sicherheitsmaßnahme während der Freilegung der Bombe Wohnungen mit rund 75 Bewohnern im Gewerbegebiet Lenzenfleck evakuiert werden. Sie lagen im 900 Meter Radius. Ebenso wurde die Verbindungsstraße B388 zum Flughafen, als auch die B 471 bis zur Garchinger Brücke während dieser Arbeiten über drei Stunden gesperrt werden.

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