1300 Menschen evakuiert

Fliegerbombe in Nürnberg entschärft

Nürnberg - Alles lief wie geplant: Eine Fliegerbombe in Nürnberg wird am Wochenende ohne Probleme entschärft. Zahlreiche Anwohner müssen dafür ihre Wohnungen verlassen.

Eine 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Sonntag in Nürnberg entschärft worden. Der Sprengmeister konnte die Waffe kurz nach Mittag unschädlich machen, wie die Stadt mitteilte. Anschließend wurden die Verkehrsbeschränkungen und Sperren wieder aufgehoben. Während der Entschärfung war der Luftraum über der Fundstelle für den Flugverkehr gesperrt. Die Bombe lag nicht weit vom Nürnberger Airport entfernt. Busse auf fünf Linien wurden gestoppt oder umgeleitet. Der Sprengmeister hatte einen Evakuierungsradius von 1000 Metern um den Fundort festgelegt. In diesem Gebiet wohnen etwa 1300 Menschen.

Die 250-Kilo-Bombe mit Doppelzünder sowie eine 100-Kilo-Brandbombe waren am Freitag bei Sondierungsarbeiten für eine Straßenbahnverlängerung gefunden worden. Die Brandbombe war noch am gleichen Tag abtransportiert worden.

Ein Dutzend Anwohner brachte die Stadt am Sonntag während der Entschärfung in einer Schule unter. Die meisten Betroffenen wussten jedoch Bescheid und hatten selbst ihre Wohnungen verlassen, als die Evakuierung begann.

Fast 230 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfsdienst, Rettungsdiensten und dem Energieversorger waren im Einsatz. Einige Gasleitungen wurden vorsichtshalber abgeschaltet. Eine Kirchweih konnte nach der Entschärfung mit etwas Verzögerung beginnen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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