Boeing 777 schießt über Landebahn hinaus

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München - Am Donnerstag hat eine Boeing 777 der Singapore Airlines ihr Ziel verfehlt und ist über die südliche Startbahn des Flughafens hinausgeschossen.

Eine Boeing 777 der Singapore Airlines ist am Donnerstagmittag nach der Landung auf der Südbahn am Münchner Fughafen von der Bahn rechts in die Wiese abgekommen. Die rund 200 Passagiere konnten den Riesenvogel über Fluggasttreppen verlassen und wurden zum Terminal gebracht. Das berichtete Airportsprecher Robert Wilhelm.

Die Maschine aus Manchester war um 12.14 Uhr vom Westen her kommend auf der Südbahn gelandet. Über die Gründe, warum die Maschine über die Piste hinaus ins Gras rutschte, konnte Wilhelm noch nichts sagen. Die Maschine stehe derzeit in der Wiese neben der Startbahn auf Höhe der Frachtterminals. Offenbar wurde sie nicht beschädigt.

Bilder: Boeing schießt übers Ziel hinaus

Die Südbahn wurde bis auf weiteres gesperrt. Der komplette Flugverkehr findet nun auf der Nordbahn statt. Verspätungen werden laut Wilhelm nicht zu vermeiden sein.

pir/tz-online

Bei der Boeing 777, auch Triple Seven gerannt, handelt es sich um ein Großraum-Langestreckenflugzeug für 300 bis 550 Passagiere. Sie ist das größte zweistrahlige Verkehrsflugzeug der Welt. Der Erstflug fand 1994 statt, mit der Konstruktion wurde 1986 begonnen. Ihre Hauptkonkurrenten aus dem Hause Airbus sind die A 330 und A 340. Die Boeing 777 ist je nach Ausführung zwischen 61 und 65 Meter lang und knapp 19 Meter hoch. Die Flugreichweite beträgt bauartbedingt bis zu 17 500 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt annähernd 900 Kilometer pro Stunde. Das maximale Startgewicht reicht bis zu 350 000 Kiloramm. Für eine reguläre Landung benötigt eine Boeing 777 zwischen 1550 und 1900 Meter. Die Startbahnen am Münchner Flughafen sind jeweils vier Kilometer lang.

ham

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