Vergesslichkeit am Münchener Flughafen führt zu Strafanzeige

Bundespolizisten finden in herrenlosem Trolley gefälschten Führerschein

Herrenlose Gegenstände an deutschen Flughäfen sind ein großes Ärgernis, mit viel Arbeit für die Bundespolizisten und hohen Kosten verbunden. Wenn man dann auch noch gefälschte Dokumente transportiert, kommt einen seine Unachtsamkeit doppelt teuer.
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Herrenlose Gegenstände an deutschen Flughäfen sind ein großes Ärgernis, mit viel Arbeit für die Bundespolizisten und hohen Kosten verbunden. Wenn man dann auch noch gefälschte Dokumente transportiert, kommt einen seine Unachtsamkeit doppelt teuer.

Flughafen München – Urlaub, eine Flugreise zu den Verwandten. Irgendwann kommt man mit vielen Erinnerungen wieder zurück. Da vergisst der eine oder andere schon mal in der ganzen Aufregung seinen Koffer am Flughafen. Solch herrenlose Gepäckstücke beschäftigen dann regelmäßig samt Inhalt die Bundespolizisten am Airport.

Gestern hatten Bundesbeamte den unbeaufsichtigten Koffer eines türkischen Reiserückkehrers untersucht. In dem Gepäckstück fanden die Beamten schließlich neben einer Geldbörse mit Bargeld und mehreren Scheckkarten auch einen gefälschten Führerschein. Daher muss der Vergessliche nun nicht nur den Polizeieinsatz bezahlen, sondern wird sich auch wegen der Einfuhr von falschen amtlichen Ausweisen vor dem Kadi verantworten müssen.

Bundespolizisten waren wie so oft am Tag während eines Streifenganges von einem Sicherheitsmitarbeiter des Flughafens auf einen herrenlosen Gegenstand aufmerksam gemacht worden. Der schwarze Trolley stand wohl schon einige Zeit unbeaufsichtigt im Ankunftsbereich des Terminals 2. Schon war der Spürsinn der Beamten geweckt, der verdächtige Gegenstand fokussiert und die Spezialkräfte angefordert.

Während diese den Trolley schließlich überprüften, fanden sie neben einer Geldbörse mit Bargeld und mehreren Scheckkarten auch einen türkischen Personalausweis und einen gefälschten bulgarischen Führerschein. Zudem konnten die Bundespolizisten ermitteln, dass der Besitzer des Trolleys zusammen mit dem Corpus Delicti ein paar Stunden zuvor mit dem Flug aus Antalya angekommen war.

Seine Vergesslichkeit oder auch Unachtsamkeit kommt den 47-Jährigen nun doppelt teuer. Zum einen muss er für den Polizeieinsatz aufkommen, zum anderen haben die Grenzpolizisten den Mann wegen Verschaffens falscher amtlicher Ausweise, hier speziell das Verbringen über die Landesgrenze, angezeigt.

Pressemitteilung Bundespolizei Flughafen München

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