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Erleichterungen für Geimpfte: Ist das der richtige Weg?

Eine Frau wird geimpft.
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Erleichterungen für Geimpfte? Eure Meinung ist gefragt.

Im Juni soll die Impf-Priorisierung in Deutschland fallen, davon geht Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus. Ab diesem Zeitpunkt kann also jedem Bürger in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden. In Bayern gibt es ab dem 28. April Erleichterungen für vollständig Geimpfte. Ist das der richtige Weg? Schickt uns Eure Meinung.

Landkreis - Impfungen sind seit jeher ein heikles Thema. Für die einen ist es eine der wichtigsten Errungenschaften der Medizin, andere halten sie für überflüssig und sogar gefährlich. In Corona-Zeiten spitzt sich diese Diskussion weiter zu. Impfbefürworter und Impfgegner stehen sich unversöhnlich gegenüber.

Fakt ist: Im Juni soll jeder Bürger die Möglichkeit bekommen, sich gegen Covid 19 impfen zu lassen. Das ergab der Impfgipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Spahn sowie der Ministerpräsidenten der Länder am Montag (26. April). „Im Verlauf des Juni, nicht ab sondern im, werden wir die Priorisierung aufheben können. Das heißt nicht, dass wir im Juni alle impfen können, das wird bis in den Sommer hinein dauern“, so Jens Spahn. Schon jetzt ist in Bayern das Vakzin Astra-Zeneca für alle freigegeben, die sich impfen lassen wollen.

Am Dienstag (27. April) sagte Markus Söder bei einer Pressekonferenz: „Unser Ziel wäre, bis Mitte/Ende Mai in Bayern die Impfpriorisierung aufheben zu können!“. Im Juni will der Freistaat dann auch den ganz jungen Menschen ein konkretes Impfangebot machen.

Geimpften ihre Grundreche weiter zu entziehen rechtlich schwierig

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, sagt zur Debatte über mehr Rechte für Geimpfte: „Jemandem, der geimpft, ist, seine Grundreche weiter zu entziehen, halte ich rechtlich für sehr schwierig und medizinisch für kaum begründbar.“ Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Es ist selbstverständlich und zwingend, dass Menschen, die durch ihre Impfung nicht oder nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit Überträger des Virus sein können, nicht eingeschränkt werden.“

Wie am Dienstag (27. April) in einer Pressekonferenz der bayerischen Staatsregierung mitgeteilt wurde, werden in Bayern nun vollständig geimpfte Personen negativ getesteten Personen gleichgestellt. Dies bedeutet konkret, dass diese Personen im Handel keinen negativen Corona-Test mehr vorlegen müssen bzw. auch von der Einreise- und/oder Kontakt-Quarantäne ggf. befreit werden. Ausnahmen können für vulnerable Gruppen gemacht werden. Privilegien, wie der Zugang zu derzeit geschlossenen Einrichtungen wie Schwimmbädern, sind aber für Zweifach-Geimpfte nicht vorgesehen.

Hoffnung auf Normailtät wächst

Lockerungen in Großbritannien sind dank der Impffortschritte möglich, so die Regierung von Boris Johnson.

Israel und Großbritannien haben es bereits vorgemacht - ihre Impfoffensive hat zuletzt für volle Pubs und ausgelassene Stimmung gesorgt - und auch lange Gesichter hierzulande. Ist die Impfung also der Weg zurück zur Normalität? Nein, sagen Gegner. Ihrer Meinung nach sind die Impfstoffe zu wenig erforscht, weisen zu viele Nebenwirkungen auf und man kann trotzdem an Corona erkranken - wenn auch mit einem milden Verlauf - bzw. ist es noch nicht final erforscht, ob man das Virus trotz Impfung übertragen kann. Die AHA Regeln werden also dennoch einige Zeit weiterbestehen.

Freiheit für Geimpfte - ja oder nein? Schickt uns Eure Meinung

Wie findet Ihr es, dass vollständig geimpfte Personen nun in Bayern den negativ getesteten Personen gleichgestellt werden? Sollen Menschen die geimpft wurden, wieder alle Freiheiten genießen dürfen? Reisen, ins Restaurant gehen, sich mit Freunden treffen? Oder ist das doch die viel prophezeite Impfpflicht durch die Hintertür, die die Gesellschaft noch weiter spaltet? Eure Meinung ist gefragt!

Schickt uns Euren Leserbrief zum Thema per Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Erleichterungen für Geimpfte ja oder nein?“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - auch ein Foto von Euch könnt Ihr gerne mitschicken. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

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si

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