Nach der Tragödie geflohen

Zweifache Mutter aus dem Leben gerissen

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Die Verletzte wurde noch in eine Klinik geflogen, konnte aber nicht mehr gerettet werden, zu schwer waren ihre Verletzungen.

Forstinning/München - Sturzbetrunken raste ein 39-Jähriger eine Frau im Januar in den Tod. Nun musste sich der Mann für seine Tat vor dem Schwurgericht verantworten.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, wurde der Autofahrer vom Schwurgericht in München nun wegen fahrlässiger Tötung und versuchten Mordes zu sieben Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

Der Alkoholiker setzte sich am 17. Januar sturzbetrunken hinter das Steuer, obwohl er keinen Führerschein hatte. Mit in dem Auto seiner Partnerin: Der 13-jährige Sohn seiner Freundin. Unglaublich: Er ließ zwischenzeitlich auch den Jungen fahren!

Doch die Wahnsinnstour nahm noch viel schlimmere Ausmaße an. Nach zwei Dosen Whiskey-Cola übernahm der 39-Jährige am frühen Abend wieder das Steuer und baute einen Auffahrunfall bei einem Wendemanöver in Forstinning. Bei der Unfallaufnahme haute er ab und raste mit 70 km/h in einer Tempo-30-Zone davon. Betrunken wie er war, verlor er die Kontrolle über das Auto, kam von der Fahrbahn ab und erfasste eine Passantin.

Fotos von der Unfallstelle:

Raser verletzt Fußgängerin schwer

Die Frau wurde im hohen Bogen 22 Meter durch die Luft geschleudert, landete auf einem Acker und erlitt schwerste Hirnverletzungen. Sie verstarb elf Tage nach dem Unfall im Krankenhaus.

Der Fahrer machte sich aus dem Staub, ohne einen Notarzt zu verständigen. Noch in der Nacht nach dem Unfall wurde der Gerüstbauer von der Polizei festgenommen. Von dem Aufprall will er nichts bemerkt haben, widersprach sich aber mehrfach in seinen Aussagen bei der Polizei und vor Gericht, so der BR.

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