Frau erschossen - SEK findet Täter tot auf

Das SEK stürmt das Haus in Viechtach, vor dem die Frau erschossen wurde.

Viechtach/Straubing - Der Todesschütze von Viechtach hat sich offenbar selbst getötet. Wenige Stunden zuvor hatte er eine Frau vor ihrem Haus erschossen. Laut Polizei handelt es sich um ein Ehepaar.

Im niederbayerischen Viechtach sind am Dienstag bei einem Gewaltverbrechen zwei Menschen ums Leben gekommen. Vermutlich handelte es sich um ein Familiendrama. Die 46 Jahre alte Frau und der 49 Jahre alte Mann waren nach ersten Erkenntnissen der Polizei eine Ehepaar. Ob die beiden noch zusammen lebten oder vielleicht getrennt waren, stand indessen noch nicht fest.

Zunächst war um 16.15 Uhr vor einem zweistöckigen Wohnhaus die Frau niedergeschossen worden. Der alarmierte Notarzt konnte für die Frau nichts mehr tun, sie war bereits tot. Die Polizei sperrte das Gebiet daraufhin großräumig ab und forderte Verstärkung an.

Bilder vom Einsatzort

Familiendrama in Viechtach: Mann erschießt Ehefrau

Stunden später wurde dann in dem Haus von einem Sondereinsatzkommando (SEK) der 49-Jährige, der mutmaßliche Täter, tot entdeckt. Offenbar lebten entweder der Mann oder die Frau oder auch beide in dem Gebäude. Details zu diesen Fragen wollen die Ermittler erst am Mittwoch bekanntgeben.

Ein Nachbar hatte am Nachmittag in Viechtach (Landkreis Regen) drei Schüsse gehört und die Polizei alarmiert. Als die Frau dann tot im Eingangsbereich des Hauses entdeckt wurde, vermuteten die Einsatzkräfte, dass der Täter noch in der Nähe ist und sich vielleicht in dem Wohnhaus verschanzt hält. So wurde ein ganzer Straßenzug mit mehreren Wohn- und Geschäftsgebäuden abgeriegelt und das SEK angefordert. Nach Eintreffen der Spezialkräfte wurde das Haus durchsucht und die zweite Leiche entdeckt.

Nach ersten Hinweisen handelte es sich wohl um eine Beziehungstat. So könnte der Mann die Frau erschossen und sich in dem Wohnhaus umgebracht haben. Genaue Angaben zur Todesursache des Mannes machte die Polizei aber am Dienstag noch nicht. Ein Polizeisprecher verwies auf die noch laufenden Ermittlungen der Kripo. “Weiteres muss nun die Tatortarbeit ergeben“, sagte er. 

Nähere Aufschlüsse über den Tathergang erwartet sich die Polizei in Straubing nach Angaben vom Mittwoch von der Vernehmung der beiden Kinder des Ehepaares und der Obduktion der beiden Leichen. Der 26 Jahre alte Sohn und seine vier Jahre jüngere Schwester lebten zwar noch bei ihren Eltern, waren aber zur Tatzeit nicht zu Hause. Sie stehen unter Schock und konnten deshalb noch nicht befragt werden.

dpa

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