Schlafenden Iraner auf Terrasse entdeckt

Freilassing - Als ein Freilassinger aufstand, traute er seinen Augen nicht: Da schlief doch glatt ein ungebetener Gast auf seiner Terrasse. Er informierte sofort die Polizei - zum Glück:

Am Sonntag, den 25.08.2013, gegen 10:00 Uhr, staunte ein 32-jähriger Freilassinger aus der Rossfeldstraße nicht schlecht, als er nach dem Aufstehen einen „Schlafgast“ auf seiner Terrasse feststellte. Bevor er den Mann aufweckte, meldete er seine Beobachtung glücklicherweise der Polizeiinspektion Freilassing. Die Beamten rückten an und weckten den Schläfer auf. Während die Beamten mit dem Mann sprachen, suchte der Freilassinger seinen Garten ab und fand ein teures Triathlon-Rennrad, mit dem der Mann gekommen war.

Bei dem Ausländer handelte es sich um einen iranischen Staatsangehörigen, der in Österreich um Asyl gebeten hatte. Da er sich, nach eigenen Angaben, Europa anschauen wollte, entwendete er in Euring bei Saalfelden das Rennrad, um einen fahrbaren Untersatz zu haben. Seine Europatour endete jedoch bereits in Freilassing. Aufgrund der Aufkleber auf dem Fahrrad konnte der Besitzer aus Saalfelden ausfindig gemacht werden. Dieser hatte bereits bei der österreichischen Polizei Strafanzeige erstattet. Das Fahrrad hatte einen Wert von etwa 4.000 Euro.

Der 24-jährige Asylbewerber wurde festgenommen und zur Polizeiinspektion Freilassing verbracht. Da der Mann in Deutschland „nur“ wegen illegaler Einreise zur Anzeige gebracht wird, er in Österreich jedoch die schwerere Straftat begangen hatte, ordnete die Staatsanwaltschaft Traunstein an, dass der Mann nach Österreich zurückzuführen ist. Eine Mitarbeiterin des Asylantenwohnheims Saalfelden holte den Mann schließlich bei der Freilassinger Polizei ab. Nun muss er sich in Österreich wegen seinem Fahrraddiebstahl verantworten.

Pressemeldung Polizei Freilassing

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser