Mitteiler konnte gerade noch ausweichen

Geisterfahrerin (34) baut mit fast 2,4 Promille Unfall auf A92 bei Freising

Freising - Eine stark alkoholisierte Geisterfahrerin war in der Nacht auf Donnerstag auf der A92 unterwegs. Die Frau aus dem Landkreis Trier versuchte im Anschluss rückwärts auf dem Seitenstreifen zur nächsten Ausfahrt zu fahren und baute dabei einen Unfall.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kam es im Großraum München erneut zu einem Geisterfahrer-Unfall. Erst am Dienstagabend starben vier Menschen auf der A99 bei Hohenbrunn, als der Fahrer eines VW Sharan in falscher Fahrtrichtung auf der Autobahn unterwegs war und mit einem Audi kollidierte. Der abermalige Unfall mit einem Falschfahrer ereignete sich diesmal auf der A92 zwischen den Anschlussstellen Freising Ost und Freising Mitte.

Der Anruf über den Geisterfahrer erreichte die Einsatzzentrale der Polizei in Ingolstadt, der Mitteiler konnte dabei wohl dem Fahrzeug, das sich zu dieser Zeit auf Höhe der Betriebszufahrt zur Autobahnmeisterei befand, gerade noch ausweichen. Eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Freising fand schließlich den weißen Renault Clio verunfallt im Bereich der Betriebszufahrt auf dem Seitenstreifen auf.

Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge wollte die 34-jährige Geisterfahrerin aus dem Landkreis Trier rückwärts auf dem Pannenstreifen zur nächsten Ausfahrt zurückfahren, nachdem ihr bewusst wurde, dass sie in falscher Fahrtrichtung auf der Autobahn unterwegs war. Dabei prallte die Vertreterin gegen eine Betonleitplanke am Seitenstreifen.

Der Grund für das falsche Auffahren auf die Autobahn war offenbar auch schnell gefunden. Die Polizisten stellten bei der Fahrerin „deutliche Anzeichen für eine erhebliche Alkoholisierung“ fest, wie die Verkehrspolizeiinspektion Freising berichtet. Daraufhin wurde ein Alkoholtest durchgeführt, welcher einen Wert von knapp 2,4 Promille ergab. Es wurde anschließend eine Blutentnahme angeordnet, der Führerschein wurde an Ort und Stelle sichergestellt. Am Unfallfahrzeug entstand ein Sachschaden von rund 5000 Euro, glücklicherweise gab es keine Verletzten zu beklagen.

Die Polizei sucht Zeugen oder Geschädigte, die durch die Geisterfahrt gefährdet wurden. Hinweise nimmt die Verkehrspolizeiinspektion Freising unter der Teilenummer 08161/952-110 oder jede andere Dienststelle entgegen.

aic/Verkehrspolizeiinspektion Freising

Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa

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