Irre Verfolgungsjagd über 200 Kilometer auf der A9 

Sechs Polizeiautos beschädigt und vor Warnschüssen zu Fuß geflohen

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Freising/Bayern - Unglaubliche Szenen haben sich am Mittwoch auf der A9 zwischen Oberfranken und Oberbayern abgespielt. Dort lieferte sich ein Autofahrer über 200 Kilometer eine halsbrecherische Verfolgungsjagd mit der Polizei. Doch das war längst noch nicht alles:

Auf der Flucht vor den Beamten und der halsbrecherischen Fahrt mit teils hohen Geschwindigkeiten kam es mehrfach zu konkreten Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer. Insgesamt sechs Polizeifahrzeuge wurden beschädigt, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt nun mitteilte.

Die ermittelnde Kriminalpolizei Erding geht derzeit davon aus, dass der sichergestellte Kia Rio zwischen 24. und 26. März in Merseburg in Sachsen-Anhalt gestohlen worden war. Ohne im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zu sein, lud dann ein 31-jähriger Tatverdächtiger seinen gleichaltrigen Bekannten und eine 20-jährige Frau dazu ein, mit dem gestohlenen Fahrzeug einen "Ausflug" zu unternehmen. 

Als die Polizei versuchte, das Auto anzuhalten,flüchtete der 31-Jährige Fahrzeugführer mit dem entwendeten Auto mit hoher Geschwindigkeit. Dabei nahm der rücksichtlos die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer in Kauf. Nach mehreren massiven Straßenverkehrsgefährdungen auf der über 200 Kilometer langen Fluchtstrecke und einer absichtlichen Kollision mit einem Polizeifahrzeug blieb das Fluchtfahrzeug in einem Acker bei Mintraching (Landkreis Freising) liegen. Die Insassen wurden festgenommen.

Die Beschuldigten versuchten noch zu Fuß zu flüchten. In diesem Zusammenhang wurden von den Beamten Warnschüsse abgebeben. Die Staatsanwaltschaft Landshut stellte Haftbefehlsantrag gegen die beiden 31-jährigen Männer wegen Diebstahls, vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Straßenverkehrsgefährdung und eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Der 31-jährige Mitfahrer steht im Verdacht, als Anstifter fungiert zu haben. Der Ermittlungsrichter verhängte gegen die beiden Verdächtigen Untersuchungshaft.

Polizeipräsidium Oberbayern Nord/mw

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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