31-Jähriger stirbt bei Bergunfall an Zugspitze

"Wir sagten noch: Nimm einen Freund mit! Aber er wollte nicht!"

  • schließen

Garmisch-Partenkirchen - Tobias H. war an Heiligabend alleine im Zugspitzmassiv unterwegs. Der 31-Jährige aus Moosburg an der Isar (Landkreis Freising) wollte über das Höllental und Osterfelder zum Kreuzeck. Dort kam er jedoch nie an. Er stürzte in eine steile Felsrinne und starb.

Jetzt sind zu dem Fall neue Details ans Licht gekommen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, sei diese Tour einer der größten Träume des 31-Jährigen gewesen. "Es war Tobias‘ größter Wunsch, an Weihnachten die Aussicht von dort oben zu genießen. Das hat er sechs Wochen lang geplant", sagte ein Verwandter der Zeitung.

Laut Angaben der Polizei wollte Tobias H. am Kreuzeck übernachten - wohl im Freien. Denn die Wirtin des Kreuzeckhauses, Barbara Bokor, hatte unserem Partnerportal tz.de gesagt: "Bei mir hatte er sich nicht vorab gemeldet!" Diese Aussage hat der Verwandte gegenüber Bild nun indirekt bestätigt: "Er hatte einen Winterschlafsack mitgenommen!"

Um 13.10 Uhr hatten die Retter übrigens die Leiche von Tobias H. gefunden und anschließend ins Tal zurückgebracht. Am Unglückstag herrschten auf der Route keine einfachen Bedingungen. "Der Wind hat den Weg an der Felswand mit Schnee aufgefüllt", so Christoph Vogg von der Bergwacht Grainau. "Der Schnee war bockhart, das ist sehr gefährlich." Gesperrt ist die Route im Winter aber nicht. "Das ist freie Natur", so Vogg weiter.

Doch hätte Tobias H. überlebt, wenn er eine Begleitung gehabt hätte? Das ist unklar, aber der Verwandte hatte den 31-Jährigen noch gewarnt: "Wir sagten ihm noch: Nimm einen Freund mit! Aber er wollte nicht."

mw

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser